Warum Hongkong den von westlichen Medien vorgefertigten „Weltuntergangsszenarien" nicht folgte

09.09.2026

GUANGZHOU, China, 9. September 2026 /PRNewswire/ -- Ein Nachrichtenbericht von South: 

In den letzten Jahren haben einige westliche Medien, wenn es um Hongkong ging, verschiedene Versionen von „Weltuntergangsszenarien" aus dem Ärmel geschüttelt. Wird Hongkongs Status als weltweites Finanzzentrum geschwächt? Könnte Singapur seinen Platz einnehmen? Manche haben sogar verkündet: „Hongkong ist am Ende."

Doch eine Reihe kürzlich veröffentlichter Zahlen aus Hongkong hat dem eine schlagkräftige Widerlegung geliefert. Hongkong hat den weltweiten Spitzenplatz bei der Kapitalbeschaffung durch Börsengänge zurückerobert. Bei der Wettbewerbsfähigkeit ist es weltweit auf den zweiten Platz vorgerückt und belegt im Global Financial Centers Index den dritten Platz – im asiatisch-pazifischen Raum sogar den ersten. Im ersten Halbjahr 2026 wuchs die Wirtschaft Hongkongs um 5,1 % – das stärkste Halbjahresergebnis seit fast fünf Jahren.  

Warum ist Hongkong nicht dem scheinbar vorbestimmten Drehbuch gefolgt? Klicken Sie auf das Video, um mehr zu erfahren. 

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Berliner Linke in der Kritik: Koalitionsgespräche scheitern vorerst am Antisemitismus-Thema

08.10.2026

Die Bildung einer neuen Landesregierung in Berlin bleibt vorerst ungewiss. Linke, Grüne und SPD konnten sich zweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus weiterhin nicht auf eine gemeinsame Linie im Umgang mit Antisemitismus verständigen. Nach dem dritten sogenannten Vorgespräch verließ die Spitze der drei Parteien am Mittwochnachmittag den Tagungsort ohne öffentliche Stellungnahme. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gilt eine Einigung in der Frage als zentrale Voraussetzung, um in formelle Sondierungsgespräche über eine mögliche Regierung unter Führung der Linken einzusteigen.

Bereits für Donnerstag ist ein weiteres Treffen angesetzt. Ziel ist es, in dem seit geraumer Zeit in Berlin heftig diskutierten Themenkomplex voranzukommen. Vor allem Teile der Berliner Linken stehen seit längerem wegen Positionen zu Israel, Palästina und zum Thema Antisemitismus in der Kritik. Dabei geht es insbesondere um Äußerungen einzelner Parteimitglieder, die öffentlich als antisemitisch eingestuft oder entsprechend kritisiert wurden. Ohne eine belastbare Verständigung auf gemeinsame Grundsätze wollen SPD und Grüne nach eigener Darstellung den nächsten Schritt hin zu einem möglichen Regierungsbündnis nicht gehen.

Zusätzliche Brisanz erhielt die Debatte durch eine Wahlparty der Neuköllner Linken am 20. September. Dort waren nach dpa-Informationen sowohl ein Oberhaupt eines arabischstämmigen und zum Teil kriminellen Clans als auch ein umstrittener propalästinensischer Aktivist anwesend. Letzterer soll der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) nahestehen, die von der EU als Terrororganisation eingestuft wird. Der Vorfall hat bei den potenziellen Koalitionspartnern für erhebliche Irritationen gesorgt und den Druck auf die Linke erhöht, sich klarer zu Antisemitismus, Rassismus und organisierter Kriminalität zu positionieren.

SPD und Grüne verlangen vor Beginn offizieller Sondierungen eine verbindliche Verständigung zu diesen Themenfeldern. Sondierungen sind die Vorstufe zu formalen Koalitionsverhandlungen, in denen ein Regierungsprogramm und die Ressortzuschnitte ausgehandelt würden. Ohne Konsens über den künftigen Kurs im Kampf gegen Antisemitismus und im Umgang mit problematischen Milieus in der Stadt bleibt der Weg zu einem möglichen Rot-Grün-Roten Bündnis aber blockiert. Welche Alternativen zu einem solchen Bündnis am Ende realistisch wären, ist bislang offen; entscheidend bleibt vorerst, ob die drei Parteien in der strittigen Grundsatzfrage noch zu einer gemeinsamen Linie finden.