Während Live Nation in die geschäftigste Woche des Jahres startet, zeigt ein neuer globaler Bericht eine Rückkehr zum Realen

14.09.2026

Eine neue Studie, an der Zehntausende Fans weltweit teilgenommen haben, untersucht, warum reale Erlebnisse an Wert gewinnen, während sich immer mehr Bereiche des Lebens ins Internet verlagern.

NEW YORK, 14. September 2026 /PRNewswire/ -- Diese Woche werden Millionen Fans ihre Vorhersagen zur Setlist abgleichen, während sich die Schlangen an den Merchandise-Ständen um die Veranstaltungsorte ziehen und sich Restaurants und Bars bereits vor der Show füllen. Sobald das Licht ausgeht, erleben sie gemeinsam etwas, das nur live möglich ist.

As Live Nation Enters Its Busiest Week of the Year, New Global Report Reveals a Return to Real

In den USA wird dies voraussichtlich die Woche mit den höchsten Besucherzahlen bei Live Nation in diesem Jahr sein. Dieser Meilenstein spiegelt einen weitaus umfassenderen kulturellen Wandel wider, der sich weltweit vollzieht. Da sich immer mehr Bereiche des Lebens ins Internet verlagern, legen Menschen immer mehr Wert auf Erlebnisse, die sich unverkennbar echt anfühlen.

Der neue globale Bericht The Return to Real von Live Nation for Brands untersucht, welche Faktoren diesen Wandel vorantreiben und was er für Kultur, Wirtschaft sowie Marken bedeutet. Die Auswertung mehrerer Umfragen unter Zehntausenden Fans weltweit ergab, dass 93 % der Fans echte Erlebnisse digitalen Erlebnissen vorziehen, während 80 % ihr Geld lieber für Erlebnisse als für Dinge ausgeben würden. Live-Musik erwies sich als weltweit beliebteste Form der Unterhaltung.

Da Technologie unseren Alltag immer stärker durchdringt, wird es zunehmend schwieriger zu unterscheiden, was von einem Menschen geschaffen wurde, was generiert wurde und was tatsächlich geschehen ist. Bei einem Konzert steht das außer Frage. Der Künstler steht auf der Bühne. Sie sind vor Ort. Tausende andere Menschen erleben gemeinsam mit Ihnen genau dasselbe.

„Menschen können mittlerweile fast alles über ihr Smartphone erledigen", sagt Russell Wallach, Präsident der globalen Sparte Live Nation Media & Sponsorship. „Genau deshalb sind die Dinge, für die es sich lohnt, das Haus zu verlassen, wichtiger denn je. Die Marken, die eine dauerhafte Kundenbindung aufbauen, werden Teil dieser Erlebnisse."

Für Marken bietet sich diese Chance zu einem interessanten Zeitpunkt, wenn es um Kundenbindung geht. Während 66 % der Fans angeben, bereits vor mehr als einem Jahr Treueprogramme genutzt zu haben, sagen 64 %, dass sie sich Marken gegenüber weniger loyal fühlen, und 71 %, dass sich Treueprogramme für sie alle gleich anfühlen. Mehr als 9 von 10 Befragten geben an, dass Vorteile rund um Live-Musik sie dazu bewegen würden, sich für ein Treueprogramm anzumelden oder zu einem anderen zu wechseln.

Marken aus verschiedenen Branchen reagieren bereits darauf.

„Reserved by Spotify" nutzt seine digitale Plattform, um Fans mit Live-Erlebnissen zu verbinden. „Das Erlebnis eines Live-Konzerts ist einfach durch nichts zu ersetzen", sagt Jon Ostrow, Leiter der Abteilung für Geschäftsentwicklung im Bereich Live-Musik bei Spotify. „Selbstverständlich sind wir eine digitale Plattform, und bei uns beschäftigen sich Tausende täglich intensiv damit, wie wir ein leistungsfähigeres digitales Umfeld schaffen können, doch wir erkennen zunehmend, wie digitale Angebote und Live-Erlebnisse Hand in Hand gehen und sowohl offline als auch online ein besseres Erlebnis schaffen können."

Mastercard sieht den exklusiven Zugang als eine neue Form der Kundenbindung. „Da Menschen immer mehr Wert auf reale Erlebnisse legen, ist der Zugang zu diesen Erlebnissen zu einem der wirksamsten Mittel zur Kundenbindung geworden", sagt Monica Biagiotti, Geschäftsbereichsleiterin für globales Verbrauchermarketing und Sponsoring. „Diese Erlebnisse schaffen bleibende Erinnerungen, ganz gleich, ob man verreist, um ein Konzert zu erleben, das schon lange auf der Wunschliste steht, durch Musik ein neues Reiseziel entdeckt oder einen unvergesslichen Abend mit Freunden und Familie verbringt. Mit der Priceless-Plattform und unserer Partnerschaft mit Live Nation machen wir diese Momente für Millionen von Karteninhabern weltweit leichter zugänglich."

Bei Lowe's geht Kundenbindung inzwischen über den Ladenbesuch hinaus. „Produkte mögen zwar Kunden in den Laden locken, aber oft sind es die Erlebnisse, die sie dazu bewegen, wiederzukommen", sagt Amanda Bailey, Bereichsleiterin für Kundenmarketing und Kundenbindung. „Musik verbindet Menschen durch Emotionen. Fast jeder hat ein Lied, einen Künstler oder ein Konzert, das ihm etwas bedeutet. Live-Musik bietet uns die Möglichkeit, die Mitglieder unseres Treueprogramms mit Erlebnissen und Vorteilen zu überraschen und zu begeistern, die diese Momente noch schöner machen."

Branchenübergreifend finden Marken neue Wege, Live-Erlebnisse in den Aufbau ihrer Kundenbeziehungen zu integrieren. Der Bericht The Return to Real erforscht, was Fans an Erlebnissen schätzen, die sie selbst sehen, fühlen und teilen können, und was dieser Wandel für Marken bedeutet.

Laden Sie The Return to Real hier herunter.

Informationen zu Live Nation Entertainment

Live Nation Entertainment (NYSE: LYV) ist das führende Live-Entertainment-Unternehmen der Welt und besteht aus weltweit führenden Unternehmen: Ticketmaster, Live Nation Concerts und Live Nation Media & Sponsorship. Weitere Informationen finden Sie auf www.livenationentertainment.com.

Live Nation Logo

Cision View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/news-releases/wahrend-live-nation-in-die-geschaftigste-woche-des-jahres-startet-zeigt-ein-neuer-globaler-bericht-eine-ruckkehr-zum-realen-302876910.html

AfD-Ausschussvorsitze im Fokus: CDU in der Zwickmühle zwischen Abgrenzung und Einbindung

08.10.2026

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.

Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.

Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.

Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.

In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.