YANTAI, China, 15. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Mit der weltweiten Verbreitung von Elektrofahrzeugen und Energiespeichersystemen hat sich eine entscheidende Herausforderung ergeben: Wie man mit Millionen von Batterien am Ende ihres Lebenszyklus umgeht.
Die EU-Batterieverordnung und ähnliche Rechtsrahmen sehen strengere Vorgaben hinsichtlich des Anteils an Recyclingmaterial, der Offenlegung des CO₂-Fußabdrucks und der Verantwortung für das Produktende vor. Das Batterierecycling hat sich von einer rein umweltrechtlichen Verpflichtung zu einem strategischen Eckpfeiler der Versorgungssicherheit bei kritischen Rohstoffen, der Widerstandsfähigkeit der Lieferkette und der Energiewende entwickelt.
Eine Frage bleibt offen: Kann ein vorschriftsmäßiges Batterierecycling sowohl nachhaltig als auch wirtschaftlich rentabel sein?
Für Jereh liegt die Antwort in seiner Demonstrationsanlage für intelligentes Batterierecycling in Zhengzhou, China. Seit ihrer Inbetriebnahme hat die Anlage mehr als 15.000 Tonnen Rohmaterial verarbeitet, eine Auslastungsrate von über 80 % aufrechterhalten und bereits im ersten Betriebsjahr die Gewinnzone erreicht. Sowohl die Rückgewinnungsrate als auch die Reinheit der schwarzen Masse liegen bei über 98 %, während die Abscheideeffizienz für Kupfer und Aluminium bis zu 96 % erreicht, was die Machbarkeit des Batterierecyclings im industriellen Maßstab unterstreicht.
Diese Anlage diente als Validierungsplattform für die Lithium-Batterie-Recyclinganlage 1.0 von Jereh. Auf der Grundlage von Betriebsdaten aus der Praxis hat Jereh seine Lithium-Batterie-Recyclinganlage der nächsten Generation 2.0 entwickelt und seine Lösung zur Rückgewinnung von LFP-Kathodenmaterial vorgestellt, wodurch die Wertgewinnung aus Altbatterien weiter verbessert wird.
Die modernisierte 2.0-Anlage steigert die jährliche Kapazität einer einzelnen Produktionslinie um 50 % und verbessert gleichzeitig die Betriebssicherheit, die Effizienz und die Umweltbilanz. Die LFP-Regenerationslösung senkt die Verarbeitungskosten durch ein trockenes physikalisches Verfahren um 40 %, erreicht einen Abscheidegrad von bis zu 95 %, macht Abwasserableitungen überflüssig und reduziert die CO₂-Emissionen um rund 60 %.
Über die technologische Entwicklung hinaus baut Jereh seine weltweite Präsenz im Bereich des Batterierecyclings durch lokale Partnerschaften in Südkorea, Australien, Ungarn und den Vereinigten Staaten aus. Nach der erfolgreichen Validierung der Version 1.0 in Zhengzhou soll die Version 2.0 in Guangzhou und Chongqing in den kommenden Wochen in Betrieb genommen werden, wobei die Einführung weiterer Anlagen auf ausländischen Märkten geplant ist. Vor kurzem unterzeichnete Jereh zudem eine Vereinbarung mit Witthal Gulf über die gemeinsame Entwicklung eines wegweisenden Projekts zum Recycling von Lithium-Batterien in Abu Dhabi. Das Projekt stellt einen weiteren Meilenstein in den Bemühungen von Jereh dar, den Aufbau einer nachhaltigen Infrastruktur für das Batterierecycling weltweit zu fördern.
Jereh trägt zudem zur Entwicklung von Standards für das Batterierecycling und von Sicherheitsrahmenbedingungen bei und fördert so ein ausgereifteres und transparenteres Recycling-Ökosystem. Für Jereh ist das Ziel klar: ausgediente Batterien von Abfall in wertvolle Ressourcen zu verwandeln und dazu beizutragen, den Kreislauf in der globalen Batterie-Wertschöpfungskette zu schließen.
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Silicon Saxony schärft sein Profil als europäischer Technologiestandort – und setzt dabei zunehmend auf hochspezialisierte Anwendungen. Mit dem Zukunftscluster SEMECO (Secure Medical Microsystems and Communications) startet in Dresden die zweite Förderphase für medizinische Halbleiter, während die sächsische Halbleiter- und Softwarebranche trotz schwacher Konjunktur weiter Beschäftigung aufbaut. Branchenangaben zufolge ist die Zahl der Jobs in diesem Ökosystem binnen eines Jahres um 1.500 auf rund 82.500 zum Stichtag 30. September 2025 gestiegen, ein Plus von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.
SEMECO entwickelt medizinische Halbleiter als Schlüsseltechnologie für sichere, vernetzte und intelligente Medizintechnik. Für die kommenden drei Jahre erhält der Cluster im Rahmen der Clusters4Future-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel. Der Freistaat Sachsen begleitet das Bündnis seit Beginn und unterstützt zusätzliche regionale Forschungs- und Entwicklungsprojekte über die EFRE-Technologieförderung 2021 bis 2027. Seine aktuellen Entwicklungen präsentiert SEMECO auf den Silicon Saxony Days, die vom 15. bis 17. Juni 2026 in Dresden stattfinden sollen.
In der zweiten Förderphase richtet SEMECO den Fokus stärker auf standardisierbare medizinische Halbleiterplattformen und deren Transfer in industrielle und klinische Anwendungen. Die spezialisierten Mikrosysteme bündeln Sensorik, Datenverarbeitung, sichere Kommunikation und KI-gestützte Funktionen, zugeschnitten auf Anforderungen der Medizintechnik. Auf Basis eines modularen Plattformansatzes entstehen kombinierbare Halbleiter-, Elektronik- und Softwarekomponenten, die sich sicher integrieren und schrittweise weiterentwickeln lassen. KI-gestützte Methoden sollen zudem Zertifizierung und Zulassung unterstützen und damit den Technologietransfer in die medizinische Praxis beschleunigen – von tragbaren Ultraschallgeräten und intelligenten Vitaldatensensoren bis zu Kommunikationsimplantaten für Menschen mit eingeschränktem Hör- und Sprachvermögen.
Parallel dazu sieht der Branchenverband Silicon Saxony den gesamten Standort vor einer neuen Wachstumsphase. Das jüngste Beschäftigungsplus verteilt sich nach Verbandsangaben nahezu gleichmäßig auf Halbleiterindustrie und Softwarebranche. Die Investitionen der vergangenen Jahre entfalteten zunehmend Wirkung, sagte Frank Schönefeld, Vorsitzender des Präsidiums von Silicon Saxony. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich schwachen Lage unterstreiche die Entwicklung die langfristige Attraktivität des Standorts. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von großen Fabrikprojekten bis zu mittelständischen Zulieferern für Reinraum- und Fabrikinfrastruktur, Spezialgase, Chemikalienversorgung und Messtechnik – rechnet der Cluster mit zusätzlichen Impulsen durch Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und technologische Souveränität. Die Prognose von mehr als 100.000 Beschäftigten bis zum Ende des Jahrzehnts bleibt aus Sicht des Verbands unverändert bestehen.