CHICAGO, 22. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Vention, die führende digitale Plattform für industrielle Automatisierung, und FANUC America, weltweit führender Anbieter von Industrierobotik und Fabrikautomation, haben heute eine erweiterte Zusammenarbeit bekannt gegeben. Ziel der Partnerschaft ist es, die Implementierung von Industrierobotern durch KI-gestützte Programmierung, Digital-Twin-Technologie und modulare Automatisierung deutlich zu vereinfachen.
Die Zusammenarbeit vereint das Portfolio von FANUC aus Industrie- und kollaborativen Robotern mit Ventions durchgängiger Automatisierungsplattform. Hersteller können dadurch Robotersysteme in einer einheitlichen Umgebung planen, simulieren, in Betrieb nehmen und betreiben. Die Plattform unterstützt nun mehrere FANUC-Roboterfamilien, darunter die kollaborativen Roboter der CRX-Serie sowie die Industrieroboter der Serien LR Mate, LR-10iA, M-710iD und M-20iD.
Durch die Kombination aus No-Code-Programmierung und Python-Unterstützung helfen beide Unternehmen Herstellern dabei, die Komplexität der Inbetriebnahme zu reduzieren und die Einführung von Automatisierungslösungen zu beschleunigen. Auf Basis von Foundation Stereo, einem offenen NVIDIA-Isaac-Modell zur Tiefenerkennung mithilfe von Stereokameras, erzeugt das System in Echtzeit ein dreidimensionales Verständnis der Arbeitsumgebung. Mithilfe einer Zero-Shot-Tiefenschätzung kann MachineMotion AI einen digitalen Zwilling der Anwendung erstellen und automatisch kollisionsfreie Roboterbahnen berechnen.
Diese Funktionen stehen nun für das gesamte unterstützte FANUC-Roboterportfolio zur Verfügung und ermöglichen die Umsetzung unterschiedlichster Anwendungen – von Maschinenbeschickung und Pick-and-Place-Prozessen über Palettierung und Schweißanwendungen bis hin zu anspruchsvollen industriellen Automatisierungsaufgaben.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Robotersystemen, die umfangreiche manuelle Programmierung und individuelle Integrationsarbeiten erfordern, ermöglicht die gemeinsame Lösung die Entwicklung von Automatisierungssystemen auf Basis modularer, vorvalidierter Komponenten. Anwender können Steuerungslogik einfach erstellen und prüfen, Roboterbewegungen realitätsnah simulieren und das Zusammenspiel der Zelle vor der Inbetriebnahme testen. Dadurch lassen sich Integrationsrisiken deutlich reduzieren und Produktionsanläufe beschleunigen.
„Durch die Erweiterung der Vention-Plattform auf die Industrieroboter von FANUC können produzierende Unternehmen in industriellen Kernbranchen den Weg von der Automatisierungsplanung bis zur Produktion erheblich verkürzen", sagt Étienne Lacroix, Gründer und CEO von Vention. „In Kombination mit der bewährten Zuverlässigkeit und jahrzehntelangen Erfahrung von FANUC in der industriellen Automatisierung erhalten Hersteller eine verlässliche Grundlage für die Skalierung ihrer Automatisierungsstrategien."
„Wir beobachten eine starke Nachfrage nach Automatisierungslösungen, die sich einfacher implementieren und schneller produktiv einsetzen lassen, insbesondere vor dem Hintergrund anhaltender Herausforderungen bei der Personalverfügbarkeit", sagt Dick Motley, Director, Authorized System Integrator Network bei FANUC America. „Viele Unternehmen möchten automatisieren, suchen jedoch nach Lösungen, die Komplexität reduzieren und leichter umzusetzen sind. Die KI-gestützte Plattform von Vention unterstützt Kunden dabei, FANUC Industrie- und kollaborative Roboter schneller in Betrieb zu nehmen, ohne Kompromisse bei Leistung und Zuverlässigkeit einzugehen."
Ein neuer Ansatz für die industrielle Robotik
Im Mittelpunkt der Ankündigung stehen Ventions MachineMotion AI und das Software-Ökosystem MachineLogic, die einen neuen Ansatz für die Programmierung von kollaborativen und industriellen Robotern ermöglichen.
Anstatt Roboterbahnen manuell Wegpunkt für Wegpunkt zu programmieren, definieren Anwender lediglich Start- und Zielpositionen. Das System erfasst anschließend automatisch die Arbeitsumgebung und berechnet selbstständig die optimale kollisionsfreie Bewegung zwischen beiden Punkten.
Dieser zielbasierte Ansatz ermöglicht adaptive Roboteranwendungen, die flexibel auf veränderte Produktionsbedingungen, gemischte Produktvarianten und sich wandelnde Fertigungslayouts reagieren können. Gleichzeitig können Hersteller Roboterbewegungen und Steuerungslogik bereits vor der Inbetriebnahme validieren, die Inbetriebnahmezeiten verkürzen und Produktionsänderungen schneller umsetzen.
Auf Basis modularer Hard- und Softwarekomponenten unterstützt die Plattform eine schnellere Inbetriebnahme sowie skalierbare Automatisierungslösungen, die sich flexibel an neue Produkte, Vorrichtungen und Produktionslayouts anpassen lassen. MachineMotion AI kombiniert dabei industrielle Bildverarbeitung mit intelligenter Bewegungssteuerung und ermöglicht so flexible Roboterautomatisierung in dynamischen Produktionsumgebungen.
Live-Demonstrationen auf der Automate 2026
Die Leistungsfähigkeit der gemeinsamen Lösung wird in dieser Woche auf der Automate 2026 in Chicago präsentiert:
Kontakt
Dr. Torben Pfau
E: pfau@story-fabrik.com
T: +49 163 61 40 945
Christine Boivin
E: christine.boivin@vention.cc
T: +1.514.293.3423
Über Vention
Vention gestaltet die Zukunft der industriellen Automatisierung mit der weltweit einzigen KI-gestützten Full-Stack-Plattform, die Hardware, Software und physische KI in einem nahtlosen Erlebnis vereint. Mit über 25.000 weltweit installierten Maschinen und einer Community von mehr als 4.000 Fabriken ermöglicht Vention Unternehmen, schlüsselfertige oder kundenspezifische Automatisierungslösungen in nur wenigen Tagen zu entwerfen, zu programmieren, in Betrieb zu nehmen und zu betreiben. Vention verbindet intelligente Software und modulare Hardware zu Automatisierungslösungen, die auf Anhieb funktionieren. Weitere Informationen finden Sie unter vention.com.
Über FANUC
Die FANUC America Corporation ist eine Tochtergesellschaft der japanischen FANUC CORPORATION und bietet führende CNC-Steuerungen, Industrieroboter sowie ROBOMACHINE-Lösungen an. Mit innovativen Technologien und langjähriger Erfahrung unterstützt FANUC Hersteller in Nord- und Südamerika dabei, Produktivität, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit nachhaltig zu steigern. Der Hauptsitz von FANUC America befindet sich in Rochester Hills, Michigan. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über zahlreiche Standorte in Nord- und Südamerika.
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Silicon Saxony schärft sein Profil als europäischer Technologiestandort – und setzt dabei zunehmend auf hochspezialisierte Anwendungen. Mit dem Zukunftscluster SEMECO (Secure Medical Microsystems and Communications) startet in Dresden die zweite Förderphase für medizinische Halbleiter, während die sächsische Halbleiter- und Softwarebranche trotz schwacher Konjunktur weiter Beschäftigung aufbaut. Branchenangaben zufolge ist die Zahl der Jobs in diesem Ökosystem binnen eines Jahres um 1.500 auf rund 82.500 zum Stichtag 30. September 2025 gestiegen, ein Plus von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.
SEMECO entwickelt medizinische Halbleiter als Schlüsseltechnologie für sichere, vernetzte und intelligente Medizintechnik. Für die kommenden drei Jahre erhält der Cluster im Rahmen der Clusters4Future-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel. Der Freistaat Sachsen begleitet das Bündnis seit Beginn und unterstützt zusätzliche regionale Forschungs- und Entwicklungsprojekte über die EFRE-Technologieförderung 2021 bis 2027. Seine aktuellen Entwicklungen präsentiert SEMECO auf den Silicon Saxony Days, die vom 15. bis 17. Juni 2026 in Dresden stattfinden sollen.
In der zweiten Förderphase richtet SEMECO den Fokus stärker auf standardisierbare medizinische Halbleiterplattformen und deren Transfer in industrielle und klinische Anwendungen. Die spezialisierten Mikrosysteme bündeln Sensorik, Datenverarbeitung, sichere Kommunikation und KI-gestützte Funktionen, zugeschnitten auf Anforderungen der Medizintechnik. Auf Basis eines modularen Plattformansatzes entstehen kombinierbare Halbleiter-, Elektronik- und Softwarekomponenten, die sich sicher integrieren und schrittweise weiterentwickeln lassen. KI-gestützte Methoden sollen zudem Zertifizierung und Zulassung unterstützen und damit den Technologietransfer in die medizinische Praxis beschleunigen – von tragbaren Ultraschallgeräten und intelligenten Vitaldatensensoren bis zu Kommunikationsimplantaten für Menschen mit eingeschränktem Hör- und Sprachvermögen.
Parallel dazu sieht der Branchenverband Silicon Saxony den gesamten Standort vor einer neuen Wachstumsphase. Das jüngste Beschäftigungsplus verteilt sich nach Verbandsangaben nahezu gleichmäßig auf Halbleiterindustrie und Softwarebranche. Die Investitionen der vergangenen Jahre entfalteten zunehmend Wirkung, sagte Frank Schönefeld, Vorsitzender des Präsidiums von Silicon Saxony. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich schwachen Lage unterstreiche die Entwicklung die langfristige Attraktivität des Standorts. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von großen Fabrikprojekten bis zu mittelständischen Zulieferern für Reinraum- und Fabrikinfrastruktur, Spezialgase, Chemikalienversorgung und Messtechnik – rechnet der Cluster mit zusätzlichen Impulsen durch Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und technologische Souveränität. Die Prognose von mehr als 100.000 Beschäftigten bis zum Ende des Jahrzehnts bleibt aus Sicht des Verbands unverändert bestehen.