Raytron stellt auf der CIOE 2026 sein „Infrared Vision-Language Model" vor und treibt die Wärmebildtechnik von der Wahrnehmung zum Verständnis voran

17.09.2026

SHENZHEN, China, 17. September 2026 /PRNewswire/ -- Da sich die KI über die Generierung von Inhalten hinaus auf die Wahrnehmung und das Verständnis der physischen Welt ausweitet, gewinnt die intelligente Sensorik in industriellen Anwendungen zunehmend an Bedeutung. Auf der CIOE 2026 stellte Raytron, ein weltweit führender Anbieter im Bereich der Infrarot-Wärmebildtechnik, sein „Infrared Vision-Language Model" vor, das die Infrarotbildgebung über die reine Bildaufnahme hinaus in Richtung intelligenten Verständnisses erweitert. Raytron stellte außerdem den Falcon 500 vor, seinen KI-Bildverarbeitungs-Chip der dritten Generation, und präsentierte die neuesten Fortschritte in seinem Portfolio an 8-μm- und 12-μm-Infrarotdetektoren.

Raytron Unveils Infrared Vision-Language Model at CIOE 2026

Warum benötigt die Infrarotbildgebung ein spezielles Bild-Sprache-Modell?

Im Gegensatz zur Bildgebung im sichtbaren Licht, die in erster Linie reflektiertes Licht erfasst, erkennt die Infrarot-Wärmebildgebung von Objekten ausgestrahlte Strahlung und liefert so einzigartige Informationen wie Temperatur, Wärmeverteilung und thermische Signaturen. Die meisten universellen Bildverarbeitungsmodelle werden in erster Linie anhand umfangreicher Daten im sichtbaren Licht trainiert und sind nicht speziell darauf ausgelegt, die einzigartigen Eigenschaften von Infrarotbildern zu interpretieren. Das Infrarot-Bild-Sprache-Modell von Raytron wurde entwickelt, um dieser Herausforderung zu begegnen, und zwar durch:

  • Mehr als 5 Millionen firmeneigene Infrarot-Daten: Mehr als fünf Millionen hochwertige multimodale Infrarot-Datensätze decken spezielle Anwendungsszenarien ab, darunter industrielle Temperaturmessung, Nachtsicht und Gasdetektion.
  • Spezialisierter Infrarot-Bildencoder: Der speziell für die Infrarotbildgebung entwickelte Encoder verbessert die Fähigkeit des Modells, Wärmeverteilungen und Merkmale von Infrarotsignalen zu erfassen und zu interpretieren.
  • Branchenspezifische Schulung: Das Modell ist für anwendungsspezifische Szenarien wie Gasdetektion, elektrische Inspektion und Perimeterüberwachung trainiert. Die Trainingsdaten umfassen Gase wie Methan, Schwefeldioxid, Ethanol, R-134a, R-152a und Schwefelhexafluorid, wobei Gasausströmungsmuster, Ausbreitungsverhalten und Hintergrundstörungen berücksichtigt werden, um die Identifizierung potenzieller Leckstellen zu verbessern.
  • Edge-AI-Bereitstellung: Ermöglicht den lokalen Einsatz und die Hardwarebeschleunigung von KI-Modellen auf Edge-Chips, sodass Geräte intelligente Erfassung in Echtzeit durchführen können, ohne auf eine Cloud-Anbindung angewiesen zu sein. Dies reduziert die Latenz, erhöht die Datensicherheit und trägt zur Optimierung der gesamten Hardwarekosten bei.

Weiterentwicklung der Infrarot-Erfassung mit Falcon 500 und 8-μm-HD-Infrarotdetektoren

Die Markteinführung ging mit weiteren Fortschritten in der Infrarot-Bildverarbeitung und bei den Detektoren einher. Das Unternehmen stellte den Falcon 500 vor, seinen Infrarot-KI-Bildverarbeitungs-Chip der dritten Generation, der eine verbesserte Bildqualität, intelligente Sensorik, multimodale Fusion und präzise Temperaturmessung bietet.

Auf der Messe präsentierte Raytron außerdem sein erweitertes 8-μm-Produktportfolio mit Auflösungen von 640 × 512 bis 1280 × 1024 sowie verbesserte 12-μm-Produkte mit einem NETD von nur 15 mK.

Weitere Informationen:

E-Mail: sales@raytrontek.com

Website: https://en.raytrontek.com

LinkedIn: Raytron Technology Co., Ltd.

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Länder bauen Mehrheitsblock: IMK-Beschlüsse künftig ohne Einstimmigkeit

08.10.2026

Die Innenministerkonferenz (IMK) der Länder hat ihr seit 1954 praktiziertes Einstimmigkeitsprinzip aufgegeben und setzt künftig auf Mehrheitsentscheidungen. Beschlüsse gelten nun als gemeinsame Linie der Länder, wenn mindestens 13 der 16 Innenministerinnen und Innenminister zustimmen. Die Neuregelung wurde nach Angaben eines Sprechers des Gremiums im schriftlichen Umlaufverfahren beschlossen und gilt ab sofort.

Auslöser für den Kurswechsel ist die Möglichkeit, dass in kommenden Landesregierungen die AfD das Innenressort übernehmen könnte. In Sachsen-Anhalt hatte ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zuletzt erklärt, er wolle sich im Dezember zum Ministerpräsidenten wählen lassen – ein Schritt, der eine Regierungsbildung mit AfD-Beteiligung als realistische Option erscheinen lässt. Nach der bisherigen Praxis hätte ein Land mit einem AfD-Innenminister im Zweifel IMK-Beschlüsse blockieren können.

Mit der Abkehr von der Einstimmigkeit wollen die übrigen Länder nach übereinstimmenden Angaben verhindern, dass ein einzelnes Ressort – unabhängig von der parteipolitischen Farbe – zentrale Positionierungen in Fragen der inneren Sicherheit ausbremst. Bislang sollte die Einstimmigkeit sicherstellen, dass kein Land bei sensiblen Themen überstimmt wird; ein Veto oder auch eine Enthaltung konnten Beschlüsse stoppen, abweichende Positionen wurden im Protokoll dokumentiert. Künftig soll bereits eine breite, aber nicht mehr vollständige Zustimmung als ausreichend gelten, um einen länderübergreifenden Standpunkt zu formulieren.

Formal bleibt die IMK ein informelles Gremium ohne gesetzliche Grundlage. Sie ist weder im Grundgesetz noch in Bundes- oder Landesgesetzen verankert und verfügt über keine geschriebene Geschäftsordnung. Gleichwohl entfalten ihre Beschlüsse beträchtliche Wirkung, weil sie in den Ländern politisch aufgegriffen und umgesetzt werden. Mit der nun eingeführten Mehrheitsregel verschiebt sich das Machtgefüge innerhalb dieser Runde: Konsens bleibt möglich, ist aber nicht mehr Voraussetzung dafür, dass die Innenminister gemeinsam handeln.