Für jedes Modell der MK2-Familie steht nun ein ArduPilot-Treiber unter docs.oscp.com zum Download bereit. Das Unternehmen trifft sich diese Woche auf der Commercial UAV Expo in Las Vegas mit Herstellern von Drohnen.
LAS VEGAS, 1. September 2026 /PRNewswire/ -- OSCPS Motion Sensing Inc., firmierend als OSCP, gab heute bekannt, dass seine gesamte MK2-Produktfamilie von Trägheitsmesseinheiten nun ArduPilot unterstützt. Der OSCP-ArduPilot-Treiber steht unter docs.oscp.com zum Download bereit, zusammen mit einer Dokumentation zur Integration, einem C SDK und Python-Beispielen.
Bei unbemannten Luftfahrzeugen ist die Ausfallart überall dieselbe: Die Plattform fliegt weiter, bis die Satellitenortung ausfällt. GNSS-Störungen und -Interferenzen reichen mittlerweile weit über die erklärten Konfliktgebiete hinaus, und bei Einsätzen außerhalb der Sichtlinie hat niemand mehr den Überblick über das Flugzeug. Was die Abweichung in diesen Minuten begrenzt, ist die Qualität des Gyroskops.
Der Treiber verbindet jedes Gerät der MK2-Familie über Standard-RS-422 oder CAN-FD mit einem ArduPilot-System. Entwickler können mit dem MK2M2 beginnen, einem MEMS-Bauteil mit den Abmessungen 40 × 40 × 25 Millimeter, einem Gewicht von 75 Gramm und einer Leistungsaufnahme von 1,2 Watt, und dann auf das photonische Modell MK2E2 umsteigen, um Leistung auf taktischem Niveau mit demselben Treiber und denselben Schnittstellen zu erzielen.
Die photonische Variante ist für Flugzeugzellen von Bedeutung, da sie vibrationsunempfindlich ist: MEMS-Gyroskope reagieren empfindlich auf Beschleunigungen und weisen bei Vibrationen und anhaltender Beschleunigung zusätzliche Fehler auf, während die photonische Sensorik von OSCP ihre Vorspannungsstabilität beibehält.
„Die Drohnenhersteller haben sich schon vor langer Zeit für ArduPilot entschieden, und sie hatten Recht", sagte Kazem Zandi, Gründer und CEO von OSCP. „Wir verlangen von niemandem, dass er seinen Autopiloten umstellt. Wir verleihen dem Autopiloten, dem sie bereits vertrauen, ein besseres Bewegungsgefühl."
In einem veröffentlichten Testflug über 21 Minuten ohne Satellitenortung, bei dem die Navigation auf der Grundlage des Gyroskops und einer ungefilterten Geschwindigkeitsmessung mit 1 Hertz erfolgte, wies die photonische IMU von OSCP eine Abweichung von 5,7 Metern vom Referenzwert auf, während eine MEMS-Einheit unter identischen Hilfsbedingungen eine Abweichung von 20,5 Metern aufwies.
OSCP-Sensoren werden in Montreal entwickelt und hergestellt und unterliegen nicht den ITAR-Bestimmungen. Die Vertriebsleitung des Unternehmens ist vom 1. bis zum 3. September auf der Commercial UAV Expo vertreten. Um einen Termin zu vereinbaren, wenden Sie sich bitte an sales@oscp.com oder. Weitere Informationen finden Sie unter oscp.com.
INFORMATIONEN ZU OSCP
OSCPS Motion Sensing Inc., firmierend unter dem Namen OSCP, entwickelt und fertigt photonische Gyroskope und Trägheitsmesseinheiten. Das 2015 gegründete Unternehmen mit Sitz in Montreal, Québec, entwickelt Trägheitssensoren, die bei für MEMS typischen Abmessungen, Gewicht, Stromverbrauch und Kosten eine Genauigkeit der taktischen Güteklasse bieten und für die Navigation unter Bedingungen ausgelegt sind, in denen GNSS gestört, beeinträchtigt oder nicht verfügbar ist. Die Kunden des Unternehmens sind in den Bereichen Raumfahrt, Verteidigung, Schifffahrt und Unterwassertechnik, Schienenverkehr, Robotik sowie autonome Bodensysteme tätig. OSCP-Produkte werden in Kanada hergestellt und unterliegen nicht den ITAR-Bestimmungen.
Medienkontakt: info@oscp.com, +1 (438) 383-6727
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Die Zukunft des deutsch-französischen Panzerprojekts MGCS gerät zunehmend ins Wanken. Armin Papperger, Vorstandschef des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall, schließt einen Rückzug Frankreichs aus dem Vorhaben nicht mehr aus. In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ sprach er von einem „Gefahrenszenario“, betonte allerdings, dass bislang keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien. Die Diskussionen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem mit dem Ende des Kampfflugzeugprojekts FCAS (Scaf) bereits ein anderes zentral geplantes Vorzeigeprojekt der Verteidigungskooperation zwischen Berlin und Paris gescheitert ist.
Nach Informationen Pappergers plant Frankreich, das Budget für das „Main Ground Combat System“ (MGCS) drastisch zu kürzen. Im Gespräch ist demnach ein Ansatz von weniger als der Hälfte der ursprünglichen Planungen. Zwar unterstrich der Rheinmetall-Chef, dass es „null Entscheidungen über das finale Budget“ gebe, doch ein reduzierter Finanzrahmen hätte nach seiner Einschätzung unweigerlich die Streichung von Leistungsumfängen und weitere Verzögerungen zur Folge. „Wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller, und wir sind jetzt schon sehr langsam“, sagte er. Bereits jetzt liegt das Programm, das seit rund einem Jahrzehnt läuft, weit hinter den ambitionierten politischen Ankündigungen zurück.
Das MGCS-Projekt wurde auf Initiative der Regierungen Frankreichs und Deutschlands gestartet, um ein gemeinsames, plattformübergreifendes Bodenkampfsystem zu entwickeln, das ab etwa 2040 die Kampfpanzer Leopard 2 und Leclerc ersetzen soll. Beteiligt sind neben Rheinmetall der französische Technologiekonzern Thales sowie KNDS – ein Zusammenschluss des deutschen Herstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter. Trotz der politischen Bedeutung des Vorhabens sind die finanziellen Mittel bislang überschaubar: Die vier Partnerunternehmen haben in rund zehn Jahren zusammen lediglich 25 Millionen Euro erhalten, was Papperger als „offensichtlich sehr wenig Geld“ bezeichnete.
Parallel zum schleppend verlaufenden MGCS treiben Rheinmetall und KNDS Deutschland auf deutscher Seite bereits eine Zwischenlösung voran. Der in der Militärfachpresse inoffiziell „Leopard 3“ genannte neue Kampfpanzer soll nach aktueller Planung Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden und damit die Lücke überbrücken, bis ein mögliches MGCS-System verfügbar wäre. Für MGCS selbst wird die Einsatzreife derzeit erst in den 2040er Jahren erwartet – ein Zeithorizont, den Papperger als „eine Wahnsinnszeit“ bezeichnete. Vor diesem Hintergrund stellte er die grundsätzliche Realisierung des Projekts offen in Frage: „Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben wird.“ Die jüngsten Budgetüberlegungen in Paris verstärken diese Unsicherheit und nähren Zweifel daran, ob Europa den angestrebten gemeinsamen Panzer der Zukunft tatsächlich auf die Spur bringen kann.