Das tragbare Gerät wurde entwickelt, um eine Vielzahl klinischer Anforderungen zu erfüllen
WESTBOROUGH, Massachusetts, 13. August 2026 /PRNewswire/ -- Die Olympus Corporation (Olympus), ein weltweit tätiges Medizintechnikunternehmen, das sich der Weiterentwicklung der endoskopiegestützten Versorgung verschrieben hat, gab heute den Abschluss einer exklusiven weltweiten Vertriebsvereinbarung mit Endocision über ein tragbares, flexibles Einweg-Kryokathetersystem bekannt.
Im Rahmen der Vereinbarung wird Olympus als exklusiver weltweiter Vertriebspartner für die Endocision-Plattform fungieren, die zur Unterstützung einer Vielzahl von diagnostischen und therapeutischen bronchoskopischen Eingriffen entwickelt wurde. Olympus und Endocision rechnen mit der Markteinführung in den USA, Kanada und Europa Anfang nächsten Jahres.
Die Vereinbarung wird das Portfolio von Olympus im Bereich der Atemwegsmedizin erweitern und verbessern, zu dem auch die endobronchiale Ultraschalluntersuchung (EBUS) gehört, die eine Schlüsselrolle bei der Darstellung und Biopsie von Lungengewebe und Lymphknoten spielt.
„Diese Vereinbarung mit Endocision unterstreicht das Engagement von Olympus, unser Angebot an Lösungen für die Atemwegsmedizin zu stärken, das von der peripheren Bronchoskopie über die radiale EBUS bis hin zu Einweg-Bronchoskopen reicht, die für jede Situation das passende Gerät bieten", sagte Seiji Kuramoto, Executive Officer und Leiter des Geschäftsbereichs Surgical and Interventional Solutions bei Olympus. „Unsere Zusammenarbeit vereint das Know-how von Olympus im Bereich der Ultraschalltechnologie und den innovativen Ansatz von Endocision im Bereich der Kryotechnologie, um bessere Behandlungsergebnisse für die Patienten zu erzielen."
Das Kryokathetersystem zeichnet sich durch Tragbarkeit und Vielseitigkeit aus
Dank der tragbaren Bauweise des Systems sind für den Betrieb weder eine Stromquelle noch große CO₂-Flaschen erforderlich, wodurch der Einsatz von Kryobiopsie und Kryoextraktion auf verschiedene Bereiche im gesamten Krankenhaus ausgeweitet wird, darunter Bronchoskopie-Räume, Intensivstationen, Operationssäle und Notaufnahmen.
Die Kryotechnologie hat sich zu einem wichtigen Instrument in der interventionellen Pulmologie und der thorakalen Endoskopie entwickelt und unterstützt sowohl die Gewebeentnahme als auch therapeutische Eingriffe in den Atemwegen. Zu den klinischen Anwendungsbereichen zählen unter anderem die transbronchiale Kryobiopsie zur Gewebeentnahme, die Kryoextraktion von Fremdkörpern, Blutgerinnseln und Schleimpfropfen sowie endobronchiale Tumorresektionen und Verfahren zur Rekanalisation der Atemwege.
Veröffentlichte Studien haben gezeigt, dass die Kryobiopsie im Vergleich zur herkömmlichen Zangenbiopsie größere Gewebeproben mit geringeren kompressionsbedingten Gewebeschäden (reduzierte Quetschartefakte) liefern kann, was histopathologische und molekulare Analysen potenziell unterstützt.1
„Wir freuen uns sehr, die nächste Generation von Kryokathetersystemen vorstellen zu dürfen und gemeinsam mit Olympus einen Beitrag zur Weiterentwicklung der interventionellen Pulmologie und der interventionellen Thoraxendoskopie zu leisten", sagte Dr. Moishe Liberman, President und Chief Medical Officer von Endocision. „Das Endocision-Kryokathetersystem wurde entwickelt, um ein breites Spektrum an bronchoskopischen Anwendungen zu unterstützen – von der Gewebeentnahme bis hin zu therapeutischen Eingriffen in den Atemwegen – und gleichzeitig die Kryotechnologie in verschiedenen klinischen Umgebungen nutzbar zu machen."
Olympus und Endocision werden das flexible Kryokathetersystem von Endocision auf der Jahrestagung der American Association for Bronchology and Interventional Pulmonology (AABIP) vom 20. bis 22. August in Denver vorstellen.
Informationen zu Olympus
Bei Olympus haben wir uns dem Leitbild verschrieben, das Leben der Menschen gesünder, sicherer und erfüllter zu gestalten. Als weltweit tätiges Medizintechnikunternehmen arbeiten wir mit Fachkräften im Gesundheitswesen zusammen, um innovative Lösungen und Dienstleistungen für die Früherkennung, Diagnose und minimalinvasive Behandlung anzubieten. Unser Ziel ist es, die Behandlungsergebnisse für Patienten zu verbessern, indem wir den Versorgungsstandard bei bestimmten Krankheitsbildern erhöhen.
Seit mehr als 100 Jahren verfolgt Olympus das Ziel, einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten, indem das Unternehmen Produkte herstellt, die darauf ausgelegt sind, seinen Kunden weltweit optimale Ergebnisse zu liefern. Weitere Informationen finden Sie auf der Olympus-Website sowie auf dem LinkedIn-Profil von Olympus.
Informationen zu Endocision
Endocision ist ein in Kanada ansässiges Medizintechnikunternehmen, das sich auf die Entwicklung innovativer minimalinvasiver Kryotherapiegeräte für die Diagnose und Behandlung von Lungenerkrankungen spezialisiert hat. Das 2019 gegründete Unternehmen entwickelt Technologien, die mit herkömmlichen und robotergestützten Bronchoskopie-Plattformen kompatibel sind, mit dem Ziel, die Behandlungsergebnisse für Patienten durch sicherere und effektivere Eingriffe in der Lunge zu verbessern. Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Endocision und folgen Sie dem LinkedIn-Profil von Endocision.
Alle Warenzeichen, Logos und Markennamen sind das Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber.
1 Matsumoto Y, Nakai T, Tanaka M, et al. Diagnostic Outcomes and Safety of Cryobiopsy Added to Conventional Sampling Methods: An Observational Study. Chest. 2021;160(5):1890–1901.
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Die Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp geht juristisch gegen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor. Eralp und ihr Berliner Landesverband haben nach Angaben ihres Rechtsbeistands Strafanzeige beziehungsweise Strafantrag gegen den Minister gestellt. Hintergrund ist eine Passage in der ZDF-Talkshow „Maybrit Illner“, in der sich die Moderatorin versprochen und Eralp in einem Satz fälschlich als Antisemitin bezeichnet hatte, bevor sie sich sofort korrigierte. Dobrindt kommentierte diese Szene mit den Worten „Na doch“.
Aus Sicht des von Eralp mandatierten Anwalts Jasper Prigge macht sich der Minister damit den Versprecher der Moderatorin zu eigen. In einem Schriftsatz, der mehreren Medien vorliegt, heißt es, Dobrindt stelle durch seine Einlassung eine Tatsachenbehauptung auf, die den Tatbestand der üblen Nachrede erfülle. Zudem liege eine Beleidigung vor, weil die Bezeichnung als Antisemitin „in erheblichem Maße ehrabträglich“ sei. Eralp habe sich nach Darstellung ihres Anwalts selbst nie in einer Weise geäußert, die als antisemitisch zu bezeichnen wäre, vielmehr trete sie öffentlich für den Schutz jüdischen Lebens ein.
Der Anwalt spricht von einer „Falschbehauptung des Innenministers“. Die Äußerung im Fernsehen sei geeignet, das öffentliche Wirken der Berliner Spitzenpolitikerin erheblich zu erschweren. In dem Schriftsatz wird darauf verwiesen, dass die Verbreitung des Eindrucks, Eralp würde selbst sagen, sie sei Antisemitin, ihre Integrität als politische Amtsträgerin infrage stellen und damit auch Auswirkungen auf politische Prozesse in Berlin haben könne. Eralp ist Spitzenkandidatin der Linken für das Rote Rathaus.
Die Auseinandersetzung hatte sich in der ZDF-Sendung an einem Schlagabtausch zwischen Dobrindt und der Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek entzündet. Während der Debatte unterlief Moderatorin Maybrit Illner der Versprecher, sie korrigierte sich jedoch unmittelbar mit dem Hinweis, Eralp sei „keine Antisemitin“. Dobrindts anschließender Kommentar bildet nun den Kern des juristischen Streits. Zu möglichen weiteren Schritten der Strafverfolgungsbehörden und einer Reaktion des Bundesinnenministers lagen zunächst keine näheren Angaben vor.