TAIPEI, 28. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Die OT-Sicherheit tritt in eine neue Phase ein. Zwar haben Industrieunternehmen den Einblick in ihre Umgebungen deutlich verbessert, aber viele kämpfen noch immer damit, Risiken zu verringern, ohne den Betrieb zu stören.

In einem Interview mit CXO Insight Middle East erklärt Nasser Zayour, Vizepräsident für globale Partnerschaften und Vertriebskanäle bei TXOne Networks, warum sich die Branche von auf Sichtbarkeit ausgerichteten Strategien hin zu einer betriebssicheren Ausführung bewegen muss.
„Die Sichtbarkeit ist nicht mehr das Problem", sagte Zayour. „Unternehmen können Risiken erkennen, aber viele tun sich schwer damit, zu handeln, weil herkömmliche Abhilfemaßnahmen nicht mit der tatsächlichen Funktionsweise industrieller Umgebungen übereinstimmen."
Im Gegensatz zu IT-Umgebungen arbeiten industrielle Systeme unter strengen betrieblichen Auflagen, bei denen Ausfallzeiten, Sicherheit und Produktionskontinuität oberste Priorität haben. Infolgedessen sehen sich viele Unternehmen mit Problemen bei der Ausführung konfrontiert, obwohl sie wissen, wo Schwachstellen bestehen.
Um diese Lücke zu schließen, entwickelt TXOne Networks seinen SenninRecon-Ansatz weiter, der Unternehmen dabei helfen soll, durch schrittweise, betrieblich abgestimmte Maßnahmen von der Transparenz zur strukturierten Risikominderung zu gelangen.
Für globale Channel-Partner und MSSPs führt SenninRecon ein skalierbares und wiederholbares Engagement-Modell ein. Herkömmliche OT-Transparenzprojekte führen häufig zu statischen Berichten, die eine manuelle Interpretation erfordern, was die Konsistenz einschränkt und die Zeit bis zur Wertschöpfung verlangsamt.
SenninRecon ändert dies. Es ermöglicht es Partnern, eine standardisierte Methodik für alle Kundenumgebungen bereitzustellen, die Bereitstellung durch passive Überwachung zu beschleunigen und Betriebsunterbrechungen zu minimieren. Durch die Verknüpfung von Risikoerkenntnissen mit nach Prioritäten geordneten Abhilfemaßnahmen können die Partner ihre Kunden durch einen strukturierten, wiederholbaren Ansatz und nicht durch isolierte Empfehlungen von der Bewertung zu messbaren Ergebnissen führen.
„Industrielle Cybersicherheit ist eine Teamleistung", fügte Zayour hinzu. „Echte Fortschritte entstehen, wenn Anbieter, Partner und Standortteams mit einem gemeinsamen Verständnis der betrieblichen Prioritäten zusammenarbeiten."
Da sich der Markt für OT-Sicherheit weiterentwickelt, legen Unternehmen zunehmend mehr Wert auf Ausfallsicherheit, Betriebskontinuität und messbare Risikominderung als auf einmalige Transparenzbewertungen. Laut TXOne Networks wird die nächste Generation der OT-Sicherheitsführer nicht dadurch definiert, wie viel sie sehen können, sondern dadurch, wie effektiv sie Kunden in die Lage versetzen, zu handeln und dabei die Betriebszeit aufrecht zu erhalten.
Informationen zu TXOne Networks
TXOne Networks bietet Cybersicherheitslösungen an, die industrielle Kontrollsysteme und OT-Umgebungen durch betriebsorientierte, in die Tiefe gehende Sicherheitsansätze schützen.
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In Thüringen ist ein großangelegtes Forschungsprojekt zur nächsten Generation der Nanostrukturierung gestartet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Ilmenau, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) in Jena entwickeln gemeinsam eine Hochpräzisionsmaschine, die Nanostrukturen auf Flächen von bis zu einem Quadratmeter erzeugen und vermessen soll. Die geplante 3D-Nanolithographie- und Nanomessmaschine (3D-NLM) soll dabei eine Positionierungsgenauigkeit erreichen, die kleiner ist als ein Atom. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt die erste Projektphase bis 2027 im Rahmen des Programms „Neue Geräte für die Forschung“ mit vier Millionen Euro.
Mit dem Vorhaben zielt das Konsortium auf eine Größenordnung, die bestehende Anlagen deutlich übertrifft. Bisher lassen sich hochpräzise Nanostrukturen auf photonischen Bauteilen nach Angaben der Projektbeteiligten nur bis zu einem Durchmesser von etwa 30 Zentimetern zuverlässig herstellen. Die neue Anlage soll Bearbeitungen und Messungen von Bauteilen mit Kantenlängen von bis zu einem Meter ermöglichen – und damit eine mehr als dreifache Vergrößerung der nutzbaren Fläche erschließen. Die Entwicklungsarbeiten an der Maschine sind angelaufen; das Gesamtprojekt ist in drei Phasen bis 2032 angelegt.
Nanostrukturen gelten seit rund zwei Jahrzehnten als Schlüsseltechnologie, weil sie Licht gezielt beeinflussen können, indem sie dessen Wellenlänge und Ausbreitung steuern. Solche Strukturen finden sich bereits heute in großflächigen Bauteilen, etwa in Displays moderner Fernsehgeräte, die auf Nanotechnologie basieren. Nach Einschätzung der Forscherinnen und Forscher reicht die Genauigkeit bestehender industrieller Lösungen jedoch nicht aus, um künftige Anforderungen in zentralen wissenschaftlichen und technologischen Anwendungsfeldern zu erfüllen.
Die in Thüringen entstehende 3D-NLM soll genau diese Lücke adressieren. Perspektivisch könnte die Maschine zur Fertigung und Charakterisierung elektronischer und photonischer Schaltkreise ebenso eingesetzt werden wie zur Herstellung von Hochleistungsoptiken für die Erdbeobachtung. Auch in der Energieforschung sehen die Projektpartner potenzielle Einsatzfelder. Durch die Kombination aus großflächiger Bearbeitung und atomnaher Präzision erhoffen sich die Beteiligten einen technologischen Sprung, der sowohl der Grundlagenforschung als auch der Entwicklung neuer Komponenten in der Optik- und Elektronikindustrie zugutekommen könnte.