GEOSAT WIRD ERSTER EUROPÄISCHER PARTNER DER SDG DATA ALLIANCE

24.09.2026

PARTNERSCHAFT ERÖFFNET DEN ZUGANG ZU SATELLITENDATEN

FÜR ÜBER 3000 INSELN

NEW YORK, 24. September 2026 /PRNewswire/ -- GEOSAT, ein 2021 von CEiiA gegründeter Betreiber von Erdbeobachtungssatelliten, ist als erstes europäisches Unternehmen der SDG Data Alliance beigetreten, einem Bündnis, das Daten mobilisiert, um die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung und die Agenda von Antigua und Barbuda für kleine Inselentwicklungsstaaten (SIDS) voranzutreiben.

GeoSAT delivers satellite coverages to municipalities, countries and to Europe, bringing space to people

Die Partnerschaftsvereinbarung mit der PVBLIC Foundation, die die Data Alliance koordiniert, wurde in New York während der hochrangigen Woche der 81. UN-Generalversammlung unterzeichnet.

Durch diese Mitgliedschaft gehört GEOSAT nun zu einem ausgewählten Kreis von Partnern, die mit den Vereinten Nationen sowie internationalen Partnern zusammenarbeiten, um VHR-Satellitenbilder und -daten auf über 3000 Inseln in fast 40 Inselstaaten, den Schwerpunktländern der Allianz, bereitzustellen.

Im Rahmen der Data Alliance werden nationale und regionale Vorreiter ermittelt, die die Umsetzung leiten sollen. GEOSAT wird die Bilddaten bereitstellen und gemeinsam mit anderen Partnern der Allianz daraus verwertbare Erkenntnisse gewinnen, die fundiertere Entscheidungen unterstützen. Durch gemeinsame Beschaffung können Inselstaaten Fähigkeiten erwerben, die sie allein kaum sichern könnten, vom Flächenmanagement über Landwirtschaft und Forstwirtschaft bis hin zur Küstenüberwachung sowie Notfallhilfe.

VON EUROPA ZU DEN SIDS 

GEOSAT bringt die Betriebserfahrung eines etablierten europäischen Betreibers (der von der Europäischen Kommission und Copernicus als einer von nur 5 VHR-Satellitenbetreibern dieser Kategorie anerkannt ist) in die Data Alliance ein. GEOSAT liefert Satellitendaten an Kommunen, Länder sowie ganz Europa und bringt so den Weltraum zu den Menschen. In Zusammenarbeit mit Airbus stellte Geosat VHR 24 bereit, die erste vollständig europäische Satellitenabdeckung Europas. GEOSAT liefert jedes Jahr Tausende Bilder in Krisensituationen und leistet einen Beitrag zur International Charter on Space and Major Disasters.

Die Mitgliedschaft baut auf den bereits laufenden Arbeiten auf. Im Jahr 2023 unterstützte GEOSAT die Gründung der Maldives Space Research Organisation (MSRO) und leistete einen Beitrag zu deren erstem Pilotprojekt, dem Goidhoo Earth Observation Pilot, einem Projekt, das später auf dem UM Peace Forum in Paris vorgestellt wurde. Geosat hat gemeinsam mit der Data Alliance bereits mit der Arbeit an den ersten Pilotprojekten für die Umsetzung begonnen.

„Satellitenbilder und weltraumgestützte Informationen sind unverzichtbare Hilfsmittel, um die Bevölkerung bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Mit dem Beitritt zur SDG Data Alliance verpflichtet sich Geosat, weiterhin daran zu arbeiten, den Weltraum zu den Menschen zu bringen und dabei lokales Wissen sowie lokale Wertschöpfungsketten zu nutzen, die zu einer nachhaltigen Nutzung der Erdbeobachtung für die gesellschaftliche Entwicklung beitragen können", sagte Francisco Vilhena da Cunha, Geschäftsführer von GEOSAT.

AN DIE REDAKTION:

  • Kennzahlen: über 3000 potenziell erreichbare Inseln; 40 Inselstaaten; 2 Pilotprojekte in Vorbereitung.
  • SDG Data Alliance: internationale Koalition, die von der PVBLIC Foundation, einer gemeinnützigen Organisation mit Sitz in New York, koordiniert wird.
  • Sehr hohe Auflösung (VHR): Bildmaterial, auf dem Objekte am Boden mit einer Größe von weniger als einem Meter unterschieden werden können.

GeoSAT logo

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Deutsche Bischöfe beenden Beratungen zu Demokratie, Missbrauchsaufarbeitung und Laienbeteiligung

08.10.2026

Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusspressekonferenz endet an diesem Donnerstag in Fulda die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Unter der Leitung ihres neuen Vorsitzenden, des Münsteraner Bischofs Heiner Wilmer, haben die katholischen Bischöfe seit Montag eine Vielzahl gesellschafts- und kirchenpolitischer Themen beraten. Auf der Agenda standen Fragen der demokratischen Kultur in Deutschland, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, ethische Konfliktfelder wie Leihmutterschaft sowie der Umgang mit neuer Technologie wie Künstlicher Intelligenz. Hinzu kamen innerkirchliche Schwerpunkte wie die Entwicklung der Erwachsenentaufen, die Mitwirkung von Laien und der Einsatz in sozialen Medien.

Deutlich positionierten sich die Bischöfe zum politischen Klima im Land. Wilmer warnte mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem „Paradigmenwechsel“. Die Partei stelle die Grundwerte des gesellschaftlichen Zusammenlebens infrage und wolle „ein anderes Deutschland“, sagte der Vorsitzende zum Abschluss der Beratungen. Besonders kritisch sehen die Bischöfe, dass einige Positionen der AfD aus ihrer Sicht mit dem christlichen Glauben und dem zugrunde liegenden Gottes- und Menschenbild nicht vereinbar seien.

Der DBK-Vorsitzende stellte sich demonstrativ hinter den Magdeburger Bischof Gerhard Feige und das Bistum Magdeburg, vor allem mit Blick auf Spekulationen über mögliche Folgen einer AfD-geführten Landesregierung. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang, ob etwa der Einzug der Kirchensteuer zur Disposition stehen könnte. Die Kirche müsse „mit allem rechnen“ und stelle sich so auf, „dass wenn große Erschütterungen kommen sollten, wir gewappnet sind“, betonte Wilmer. Es dürfe nicht sein, dass ein Bistum durch politische Weichenstellungen im Nachteil sei.

Die Bischöfe sehen sich zugleich mit einem Stimmungsumschwung in Teilen ihrer eigenen Basis konfrontiert. Nach Aussage Wilm ers ist es „erschreckend“, wenn rund 30 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in Ostdeutschland die AfD wählen, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Als Antwort auf wachsenden Antisemitismus und gesellschaftliche Polarisierung verweist die Bischofskonferenz auf die jüdisch-christliche Tradition, auf Menschenwürde und Solidarität. Auftrag der Kirche sei es, mit den Menschen zu reden, ihnen zuzuhören und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Neben der politischen Lage blieb die Kirche bei der Vollversammlung auch mit eigenen Reform- und Krisenthemen befasst. Die Bischöfe berieten über weitere Schritte bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und diskutierten, wie Laien stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Zudem rückten neue Handlungsfelder in den Blick: Die wachsende Bedeutung von Social Media und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Pastoral und Verwaltung werfen für die Kirche Fragen nach Verantwortung, Transparenz und ethischen Leitplanken auf. Die Beschlüsse und Leitlinien der Konferenz sollen in den kommenden Monaten in den Diözesen konkretisiert werden.