Fünf Produktionsstandorte von ZPMC erhalten nationale Zertifizierung für intelligente Fertigung

30.06.2026

SHANGHAI, 30. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Der in Shanghai ansässige Schwermaschinenhersteller ZPMC hat für fünf seiner Produktionsstandorte die Level-3-Zertifizierung (Integrationsstufe) gemäß dem nationalen Reifegradmodell für intelligente Fertigung in China erhalten. Mit dieser Auszeichnung wird die Fähigkeit von Betrieben gewürdigt, digitale Systeme durch datengestütztes Produktionsmanagement in die Fertigungsprozesse zu integrieren. Der erste der fünf Standorte erhielt Anfang dieses Jahres die Level-3-Zertifzierung, die übrigen vier haben die entsprechenden Audits in den letzten Wochen durchlaufen.

Das als CMMM (China Manufacturing Maturity Model) bekannte Zertifizierungsrahmenwerk wird vom China Electronics Standardization Institute unter der Leitung des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie verwaltet. Die Bewertung umfasst die strategische Planung, die Prozessgestaltung, das Anlagenmanagement, den Produktionsbetrieb, den Energieverbrauch und die Sicherheitsvorschriften.

Im Falle von ZPMC bestätigten die Audits, dass an den fünf Standorten des Unternehmens die zentralen Informationssysteme – darunter die Unternehmensressourcenplanung, das Produktlebenszyklusmanagement, die Fertigungsabläufe und das Lieferantenbeziehungsmanagement – mit den Anlagen in der Fertigung vernetzt sind. Anstatt nach voreingestellten Maschinenbefehlen zu arbeiten, stützen sich die Werke nun auf Echtzeit-Betriebsdaten, um Entscheidungen zu treffen, Produktionsabläufe anzupassen und die Leistung der Anlagen zu optimieren.

 

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WIdO-Analyse: Prävention könnte Hunderttausende Demenzerkrankungen verhindern

15.06.2026

Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.

Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.

Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.

Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.