ForwardX Robotics veröffentlicht ein Whitepaper zur Brownfield-Automatisierung: Vier Fähigkeiten für die Skalierung des AMR-Einsatzes in bestehenden Fabriken

03.09.2026

PEKING, 3. September 2026 /PRNewswire/ -- Da Hersteller ihre bestehenden Anlagen zunehmend automatisieren, können autonome mobile Roboter (AMRs) den internen Materialfluss verbessern, ohne dass größere Änderungen an der Infrastruktur erforderlich sind. Brownfield-Umgebungen stellen jedoch Herausforderungen dar, die über die Roboternavigation hinausgehen. Bestehende Layouts, Verkehrsabläufe, Materialflüsse, die IT-Infrastruktur und der laufende Produktionsbetrieb müssen allesamt berücksichtigt werden.

Für Hersteller besteht das Ziel nicht einfach darin, mehr Roboter einzusetzen, sondern die Automatisierung in bestehende Abläufe zu integrieren und dabei Sicherheit, Flexibilität, einen zuverlässigen Materialfluss sowie langfristige Skalierbarkeit zu gewährleisten, während sich die Produktionsanforderungen ständig weiterentwickeln.

Das neue Brownfield Automation Whitepaper von ForwardX Robotics nennt vier Fähigkeiten, die für eine erfolgreiche Brownfield-Automatisierung entscheidend sind.

1. Systems Engineering für Brownfield-Anlagen

Eine erfolgreiche Automatisierung beginnt damit, die Fabrik als ganzheitliches Produktionssystem zu begreifen. Materialflüsse stehen in Zusammenhang mit Produktionsanforderungen, Anlagenauslastung, Bestandsbewegungen, Verkehr und IT-Systemen. ForwardX vereint Materialflussanalyse, Produktionsbeschränkungen, Verkehrsplanung, IT-/OT-Integration und Einführungsplanung, bevor die Automatisierung eingeführt wird. Diese Methodik wurde im Rahmen von fünf groß angelegten Implementierungen bei Automobilherstellern unter Einbeziehung von mehr als 100 AMRs entwickelt.

2. Technische Anpassungsfähigkeit

Jede Brownfield-Anlage weist unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten, Gangbreiten, Verkehrsströme, Materialträger, Netzwerkinfrastrukturen und Produktionslayouts auf. Die Automatisierung muss sich daher an die jeweilige Anlage anpassen, anstatt eine kostspielige Standardisierung zu erfordern. ForwardX nutzt bildverarbeitungsbasierte Autonomie, wodurch AMRs ohne Bodenmarkierungen oder magnetische Führung navigieren können. Bei Chery Dalian sind mehr als 480 AMRs im Einsatz, die dank Wahrnehmungsfunktionen, dynamischer Hindernisvermeidung und koordiniertem Verkehrsmanagement gemeinsam mit Hunderten von manuell gesteuerten Gabelstaplern arbeiten.

3. Produktionssichere Einführung

In einer in Betrieb befindlichen Fabrik kann die Vorgehensweise bei der Einführung genauso wichtig sein wie die Automatisierungstechnik selbst. ForwardX setzt auf eine phasenweise Einführung, digitale Validierung, Integrationstests, eine kontrollierte Umstellung auf den Produktionsbetrieb und eine schrittweise Inbetriebnahme. Software-Schnittstellen sowie die Kommunikation mit MES-, WMS-, ERP- und anderen Fabriksystemen werden überprüft, bevor die Roboter im laufenden Produktionsbetrieb eingesetzt werden. Dies verringert das Einführungsrisiko und trägt zur Aufrechterhaltung der Produktion bei.

4. Koordination großer Flotten

Die Skalierung von einem AMR-Pilotprojekt auf Hunderte Roboter erfordert eine intelligente, koordinierte Flottensteuerung. Bei Chery Dalian sind an einem Produktionsstandort 484 AMRs im Einsatz, die über die einheitliche Flottenmanagement-Plattform von ForwardX gesteuert werden. Der f(x) Fleet Manager unterstützt die dynamische Aufgabenzuweisung, das Verkehrsmanagement, die Ladestationsoptimierung sowie die Echtzeitübersicht über die Flotte bei verschiedenen Roboterarchitekturen.

Das Whitepaper zeigt, dass die Automatisierung bestehender Anlagen mehr erfordert als nur autonome Roboter. Hersteller müssen prüfen, ob eine Automatisierungslösung bestehende Abläufe erfassen, sich an die Gegebenheiten der Anlage anpassen, sicher zum Einsatz kommen und Flotten in großem Maßstab koordinieren kann. Diese Fähigkeiten bieten einen praktischen Rahmen für Hersteller, die den Einsatz von AMR-Automatisierung in bestehenden Produktionsumgebungen prüfen.

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Wissenschaftspakt zahlt sich aus: Rhein-Main- und Ruhr-Verbund rücken auf

08.10.2026

Die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern stellt die Weichen für die nächste Förderperiode – und verschiebt die Gewichte im deutschen Wissenschaftssystem. Zu den bundesweit fünf neuen Exzellenzstandorten gehören die Technische Universität Darmstadt, die Goethe-Universität Frankfurt und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die sich als Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) durchgesetzt haben. Ebenfalls erfolgreich waren in Nordrhein-Westfalen die Universität zu Köln sowie der Verbund Ruhr Innovation Lab aus TU Dortmund und Ruhr-Universität Bochum.

Für Hessen ist die Entscheidung ein Durchbruch: Erstmals tragen Universitäten des Landes ab 2027 den Titel „Exzellenzuniversität“. Die RMU-Allianz erhält nach Angaben des hessischen Wissenschaftsministeriums über sieben Jahre eine Förderung von insgesamt bis zu 155 Millionen Euro, finanziert zu 75 Prozent vom Bund. Wissenschaftsminister Timon Gremmels spricht von den ersten Exzellenzunis in Hessen und zugleich vom ersten länderübergreifenden Verbund in der Exzellenzstrategie. Ministerpräsident Boris Rhein bezeichnet den Titel als Meilenstein für die Forschungslandschaft des Landes. Ein mittelhessischer Verbund aus den Universitäten Gießen und Marburg blieb im Wettbewerb dagegen ohne Erfolg.

Auch Nordrhein-Westfalen stärkt seine Rolle als Hochburg der Spitzenforschung. Neben der Universität Köln, die den begehrten Status nach einer früheren Förderphase von 2012 bis 2019 zurückerhält, steigt der Verbund aus TU Dortmund und Ruhr-Uni Bochum als Ruhr Innovation Lab in den Kreis der Exzellenzuniversitäten auf. Nach Angaben des Düsseldorfer Wissenschaftsministeriums baut das Land damit seine Führungsposition aus. Die Universität Bonn und die RWTH Aachen hatten ihren Exzellenzstatus bereits im Frühjahr verteidigt, sodass NRW künftig mit vier Standorten vertreten ist. Ministerpräsident Hendrik Wüst wertet dies insbesondere als Signal für die internationale Sichtbarkeit des Ruhrgebiets als Wissenschafts- und Innovationsstandort.

In Bonn gaben Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und der niedersächsische Wissenschaftsminister Falko Mohrs als Vize-Vorsitzender der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) neben den Standorten in Hessen und NRW auch die Universitäten Freiburg und Jena als neue Exzellenzunis bekannt. Für Einzeluniversitäten sieht das Programm Fördermittel von bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr vor, bei Verbünden wie der Rhein-Main-Allianz oder dem Ruhr Innovation Lab können es bis zu 28 Millionen Euro sein. Damit wächst die Riege der Exzellenzuniversitäten, deren bisher neun Standorte – darunter Aachen, Bonn, Dresden, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, München, Tübingen sowie die Berlin University Alliance – ihre Förderung bereits im Frühjahr um weitere sieben Jahre verlängert hatten. Der Titel ist jeweils an regelmäßige Überprüfungen der Fördervoraussetzungen geknüpft.