TAIPEH und PARIS, 18. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Die Hon Hai Technology Group (Foxconn) (TWSE:2317), weltweit größter Anbieter von KI-Servern, hat ihre globale Führungsposition im Bereich KI-Fabriken und souveräner KI-Infrastruktur weiter ausgebaut und auf der VivaTech ihre End-to-End-Integrationsfähigkeiten vorgestellt, mit denen auch der weltweit modernste KI-Supercomputer im Rack-Maßstab aufgebaut wird.
Bei seinem Europadebüt und als Anerkennung für Europas größtes Start-up- und Technologieevent präsentierte der weltweit größte Elektronikhersteller Spitzentechnologien wie NVIDIA Vera Rubin NVL72, NVIDIA-HGX -Plattformen und NVIDIA-MGX-Architekturen sowie zwei seiner Elektrofahrzeuge und Fortschritte in der humanoiden Robotik.
„Foxconn erschließt Transformationschancen und diversifizierte Geschäftsmodelle in europäischen Branchen. Durch die Förderung der technologischen Zusammenarbeit mit Industrie, Start-ups, Regierung sowie Wissenschaft stärken wir unsere Präsenz in Europa nach dem Modell Build-Operate-Localize (Aufbauen, Betreiben, Lokalisieren)", sagte James Wu, Bereichsleiter sowie Sprecher von Foxconn, und bezog sich dabei auf das innovative BOL-Geschäftsmodell der Gruppe, das Gemeinschaften vor Ort unterstützt.
Um die Bedeutung des Marktes zu unterstreichen, kündigte Foxconn gemeinsam mit seinen Partnern Bull aus Frankreich, einem führenden Anbieter im Bereich fortschrittliches Computing und KI, sowie NVIDIA zudem einen strategischen Meilenstein für den Aufbau der NVIDIA Vera Rubin NVL72-Plattform von Europa aus an, die unter der Marke Bull vermarktet werden soll.
Am Foxconn-Stand 2B41 steht NVIDIA Vera Rubin NVL72 für die nächste Entwicklungsstufe agentengestützter KI. Ebenfalls ausgestellt waren NVIDIA HGX Rubin NVL8 sowie das System NVIDIA MGX 4U und unterstrichen damit die Fertigungsstärken der Gruppe in den Bereichen hochdichte KI-Racks, Recheneinschübe, Flüssigkeitskühlung, Stromversorgung und Systemintegration. Darüber hinaus zeigte die Gruppe mit Visionbay.ai, ihrer dedizierten Geschäftseinheit für KI-Supercomputing und Cloud-Betrieb – einem NVIDIA Cloud Partner (NCP) –, End-to-End-Lösungen, die den gesamten Stack vom Betrieb von KI-Fabriken über technische Dienstleistungen bis hin zu Anwendungsökosystemen abdecken.
Zum ersten Mal in Europa kann die Öffentlichkeit zwei moderne Elektrofahrzeuge besichtigen und darin Platz nehmen, die von der Foxconn-Tochter FOXTRON Vehicle Technologies im Rahmen des Geschäftsmodells Contract Design and Manufacturing Service (CDMS, vertragsbasierte Entwicklungs- und Fertigungsdienstleistungen) angeboten werden. Ein sportlicher Crossover des Typs MODEL B – der in Taiwan unter der Marke BRIA vertrieben wird – und ein Lifestyle-Mehrzweckfahrzeug des Typs MODEL D verdeutlichen die Kompetenzen der Gruppe in den Bereichen Elektrofahrzeugplattformen, Gesamtfahrzeugdesign, intelligente Cockpits und fortschrittliche E/E-Architekturen (Elektrik/Elektronik).
Unterdessen demonstriert ein humanoider Roboter auf Rädern zweiarmige Zusammenarbeit bei Präzisionsmontageaufgaben. Die verkörperte Intelligenz leitet sich aus realen Fabrikszenarien ab und kombiniert simulationsgestütztes Training mit Weiterentwicklung vor Ort, um eine schnelle Einführung sowie eine skalierbare Umsetzung in Produktionsstätten zu unterstützen.
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Silicon Saxony schärft sein Profil als europäischer Technologiestandort – und setzt dabei zunehmend auf hochspezialisierte Anwendungen. Mit dem Zukunftscluster SEMECO (Secure Medical Microsystems and Communications) startet in Dresden die zweite Förderphase für medizinische Halbleiter, während die sächsische Halbleiter- und Softwarebranche trotz schwacher Konjunktur weiter Beschäftigung aufbaut. Branchenangaben zufolge ist die Zahl der Jobs in diesem Ökosystem binnen eines Jahres um 1.500 auf rund 82.500 zum Stichtag 30. September 2025 gestiegen, ein Plus von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.
SEMECO entwickelt medizinische Halbleiter als Schlüsseltechnologie für sichere, vernetzte und intelligente Medizintechnik. Für die kommenden drei Jahre erhält der Cluster im Rahmen der Clusters4Future-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel. Der Freistaat Sachsen begleitet das Bündnis seit Beginn und unterstützt zusätzliche regionale Forschungs- und Entwicklungsprojekte über die EFRE-Technologieförderung 2021 bis 2027. Seine aktuellen Entwicklungen präsentiert SEMECO auf den Silicon Saxony Days, die vom 15. bis 17. Juni 2026 in Dresden stattfinden sollen.
In der zweiten Förderphase richtet SEMECO den Fokus stärker auf standardisierbare medizinische Halbleiterplattformen und deren Transfer in industrielle und klinische Anwendungen. Die spezialisierten Mikrosysteme bündeln Sensorik, Datenverarbeitung, sichere Kommunikation und KI-gestützte Funktionen, zugeschnitten auf Anforderungen der Medizintechnik. Auf Basis eines modularen Plattformansatzes entstehen kombinierbare Halbleiter-, Elektronik- und Softwarekomponenten, die sich sicher integrieren und schrittweise weiterentwickeln lassen. KI-gestützte Methoden sollen zudem Zertifizierung und Zulassung unterstützen und damit den Technologietransfer in die medizinische Praxis beschleunigen – von tragbaren Ultraschallgeräten und intelligenten Vitaldatensensoren bis zu Kommunikationsimplantaten für Menschen mit eingeschränktem Hör- und Sprachvermögen.
Parallel dazu sieht der Branchenverband Silicon Saxony den gesamten Standort vor einer neuen Wachstumsphase. Das jüngste Beschäftigungsplus verteilt sich nach Verbandsangaben nahezu gleichmäßig auf Halbleiterindustrie und Softwarebranche. Die Investitionen der vergangenen Jahre entfalteten zunehmend Wirkung, sagte Frank Schönefeld, Vorsitzender des Präsidiums von Silicon Saxony. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich schwachen Lage unterstreiche die Entwicklung die langfristige Attraktivität des Standorts. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von großen Fabrikprojekten bis zu mittelständischen Zulieferern für Reinraum- und Fabrikinfrastruktur, Spezialgase, Chemikalienversorgung und Messtechnik – rechnet der Cluster mit zusätzlichen Impulsen durch Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und technologische Souveränität. Die Prognose von mehr als 100.000 Beschäftigten bis zum Ende des Jahrzehnts bleibt aus Sicht des Verbands unverändert bestehen.