„Bucket Lists" sind jetzt Wartelisten: Die Chancen, bei den beliebtesten Veranstaltungen der Welt dabei zu sein

01.09.2026

Der erste „Access Index" von Jade Peak analysierte Dutzende von Outdoor-Veranstaltungen und Expeditionen, nachdem ein Verzeichnis mit mehr als 300 Aktivitäten in 90 Ländern erstellt worden war.

MADRID, 1. September 2026 /PRNewswire/ -- Bei vielen der weltweit begehrtesten Veranstaltungen müssen Sie angesichts der hohen Zahl an Bewerbern möglicherweise nun Jahre auf einen Platz warten. Der New York City Marathon hat in diesem Jahr nur 1 % der 240.000 Bewerber aus der öffentlichen Verlosung zugelassen. Bei der derzeitigen Warteschlangenlänge könnte es bis zu 18 Jahre dauern, bis man eine Reservierung für eine Rafting-Tour durch den Grand Canyon erhält.

Jade Peak, ein Unternehmen für Reisejournalismus und Expeditionen, hat heute die erste Ausgabe seines „Access Index" mit dem Titel „Bucket Lists sind jetzt Wartelisten" veröffentlicht. Im Rahmen des Berichts wurde ein Verzeichnis mit mehr als 300 Outdoor-Aktivitäten in 90 Ländern erstellt; anschließend wurden Dutzende von Reisen anhand von Faktoren wie Kosten, Teilnahmebedingungen und Ausverkaufszeit analysiert.

Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand über das öffentliche Losverfahren einen Platz erhält, sinkt, während sich die Gebühren kaum verändert haben.

„Für Einwohner der USA gilt: Neun von zehn US-Nationalparks erheben denselben Eintrittspreis wie im Jahr 2020", sagte Marina Herraiz, Mitbegründerin von Jade Peak. „Angesichts der Inflation ist das eigentlich eine Preissenkung in realen Zahlen."

Reisenden rät Herraiz, den Veranstaltungen den Vorrang zu geben, bei denen Sie im Mittelpunkt stehen. „Einige Veranstalter bieten spezielle Programme für Wiederholungsbewerber an, bei denen sich die Anzahl der Tickets mit jedem weiteren Jahr, in dem man sich bewirbt, verdoppelt."

Neben dem Bericht veröffentlichte Jade Peak auch Leitlinien für Veranstalter. „Es handelt sich um ein lebendiges Dokument, das wir gemeinsam mit den Veranstaltern weiterführen möchten", sagte Ian Zhang, Mitbegründer von Jade Peak. „Unser Ziel ist es, faire und gerechte Standards für die kommenden Jahre festzulegen."

Der Bericht, der Datensatz und die Diagramme können unter Angabe der Quelle gemäß CC BY 4.0 unter https://jadepeak.com/research kostenlos eingesehen und weiterverwendet werden.

Über Jade Peak

Jade Peak ist ein Reise- und Expeditionsunternehmen mit Sitz in Madrid. Der „Access Index" ist eine jährliche Reihe zum Thema Zugang zu sehr begehrten Reisen. Jade Peak steht in keiner finanziellen Verbindung zu den genannten Unternehmen und akzeptiert keine Zahlungen für die Aufnahme, Platzierung, Erwähnung oder Entfernung von Einträgen.

 

 

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WIdO-Analyse: Prävention könnte Hunderttausende Demenzerkrankungen verhindern

15.06.2026

Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.

Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.

Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.

Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.