Automatisierung im IT-Support: TeamViewers KI-Agent Tia kann eigenständig IT-Probleme beheben

08.09.2026
  • Tia entwickelt sich von einem System, das Empfehlungen gibt, zu einer Lösung, die IT-Probleme eigenständig analysiert und behebt.
  • Tia kann nun auch komplexe Supportfälle von der Analyse bis zur Lösung bearbeiten.
  • IT-Fachkräfte behalten jederzeit die Kontrolle

GÖPPINGEN, Deutschland, 8. September 2026 /PRNewswire/ -- TeamViewer hat heute die neue Funktion Tia Troubleshooting für seinen KI-Agent Tia vorgestellt, die dessen Fähigkeiten deutlich erweitert. Der KI-Agent kann während einer Fernwartungs-Session nun eigenständig Probleme analysieren, deren Ursache identifizieren, das Problem nach Freigabe durch eine IT-Fachkraft direkt auf dem Endgerät lösen und die Problembehebung anschließend validieren.

TeamViewer Logo

Mit der Einführung von Tia Troubleshooting verändert sich die Rolle von IT-Support-Teams. Da Tia nun große Teile des Support-Prozesses von der Analyse bis zur Behebung automatisiert durchführen kann, übernehmen IT-Fachkräfte vermehrt die Aufgabe einer Kontrollinstanz. Sie geben beispielsweise sensible Maßnahmen des KI-Agenten frei oder greifen bei Bedarf noch selbst ein.

Für eine rasche Problemlösung kann Tia auf eine strukturierte Datenbasis aus bereits etablierten Lösungswegen zugreifen. Neben diesen schnellen Standardlösungen für wiederkehrende Probleme hilft Tia auch bei komplexeren Analysen, da der KI-Agent systemübergreifende Daten zur Verfügung hat und diese sehr schnell auswerten kann. IT-Support-Mitarbeitende können das Problem mithilfe von Tia so oft bereits beim ersten Versuch beheben.

Die Lösung eignet sich für zahlreiche Anwendungsfälle im IT-Service, darunter Anwendungs- und Updatefehler, Probleme beim Dateizugriff oder nachlassende Geräteleistung. Mit jedem bearbeiteten Fall erweitert Tia die Wissensbasis und beschleunigt dadurch künftige Fehlerbehebungen.

Der Prozess läuft nach einem ähnlichen Muster wie der bisherige IT-Support ab. Zuvor manuell von der IT-Fachkraft durchgeführte Schritte werden nun automatisiert von Tia übernommen:

  1. Tia analysiert die Gerätedaten, um die Ursache des Problems zu finden. Dafür greift der KI-Agent auch auf die unternehmensspezifische Datenbasis aus früheren Support-Fällen zu.
  2. Tia schlägt einen Lösungsweg vor. Bereits bekannte, erprobte Ansätze werden dafür priorisiert. Bei Bedarf assistiert Tia auch bei der Erstellung neuer Lösungswege und generiert automatisch die dafür benötigten Skripte.
  3. Sobald eine geeignete Vorgehensweise gefunden ist, holt Tia die Freigabe der IT-Fachkraft ein, setzt die Maßnahme um und überprüft anschließend, ob das Problem tatsächlich behoben wurde.

Alle von Tia ausgeführten Aktionen, einschließlich der Freigaben durch die IT-Fachkraft, werden protokolliert. IT- und Sicherheitsteams erhalten so eine nachvollziehbare Dokumentation aller Vorgänge. Zusammen mit dem ebenfalls aufgezeichneten Lösungsweg geben diese Informationen einen umfassenden Überblick über sämtliche Support-Sessions, unabhängig davon, ob sie durch einen Menschen, ausschließlich durch Tia oder assistiert von Tia durchgeführt wurden.

Administratoren können festlegen, welche Befugnisse Tia in verschiedenen Teams erhält. So können etwa manche Teams den Agenten ausschließlich als Assistenten einsetzen, andere können ihn auch kontrolliert eigenständige Maßnahmen umsetzen lassen.

Eine aktuelle, global durchgeführte Studie von TeamViewer zeigt, dass Menschen sich diese Art von Kontrollmechanismen wünschen, wenn KI-Agenten in der Lage sind, eigenständig zu handeln. Unter den 39 Prozent der Befragten, die grundsätzlich bereit sind, die KI eigenständig Prozesse ausführen zu lassen, bevorzugt die Mehrheit den von TeamViewer genutzten Ansatz mit menschlicher Freigabe. Dieselbe Studie zeigt zudem, dass IT-Verantwortliche erwarten, dass bis 2030 nahezu 40 Prozent der Digital-Workplace-Services ohne manuelle Aktionen betrieben werden. Mehr als ein Viertel berichtet bereits heute von einem entsprechenden Automatisierungsgrad.

„Mit Tia Troubleshooting können Unternehmen ihr IT-Management weiter automatisieren und behalten dabei immer die Kontrolle", sagt Mei Dent, Chief Product and Technology Officer bei TeamViewer. „IT-Teams sollten nicht zwischen manueller Arbeit oder vollständiger Auslagerung an KI-Agenten wählen müssen. Mit unserem Ansatz einer kontrollierten Autonomie können IT-Teams den Einsatz von KI schrittweise und individuell ausweiten. Genau in diese Richtung entwickeln wir Tia weiter."

Die Funktion ist ab sofort für alle Fernwartungs-Lizenzen von TeamViewer verfügbar.

Über TeamViewer

TeamViewer (XETRA: TMV) beseitigt IT-Probleme, bevor sie die Produktivität beeinträchtigen. In einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz die Zahl der Endgeräte, Anwendungen und digitalen Agenten rasant wachsen lässt, sorgt TeamViewer für reibungslose Abläufe: Die Plattform erkennt in Echtzeit, wenn etwas nicht rund läuft, behebt viele Probleme eigenständig und holt die Expertise von IT-Teams ein, wenn menschliches Urteilsvermögen gefragt ist. TeamViewer ONE vereint Endpoint Management, Digital Employee Experience (DEX) sowie agentenbasierten Remote-Zugriff und IT-Support und treibt so den Wandel hin zum Autonomous Endpoint Management (AEM) voran. Die Plattform baut auf einem einzigartigen Datenschatz auf: Millionen von Problemlösungen erfahrener IT-Experten, die mit KI erfasst und ausgewertet wurden. Auf dieser Grundlage kann sie Probleme selbstständig beheben – und lernt mit jedem gelösten Fall weiter dazu. Mehr als 600.000 Kunden, von mittelständischen Unternehmen bis zu den größten Konzernen der Welt, verlassen sich darauf, dass dank TeamViewer ihre digitalen und physischen Abläufe reibungslos funktionieren. Mehr unter www.teamviewer.com.

Cision View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/de/pressemitteilungen/automatisierung-im-it-support-teamviewers-ki-agent-tia-kann-eigenstandig-it-probleme-beheben-302869354.html

Deutsche Bischöfe beenden Beratungen zu Demokratie, Missbrauchsaufarbeitung und Laienbeteiligung

08.10.2026

Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusspressekonferenz endet an diesem Donnerstag in Fulda die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Unter der Leitung ihres neuen Vorsitzenden, des Münsteraner Bischofs Heiner Wilmer, haben die katholischen Bischöfe seit Montag eine Vielzahl gesellschafts- und kirchenpolitischer Themen beraten. Auf der Agenda standen Fragen der demokratischen Kultur in Deutschland, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, ethische Konfliktfelder wie Leihmutterschaft sowie der Umgang mit neuer Technologie wie Künstlicher Intelligenz. Hinzu kamen innerkirchliche Schwerpunkte wie die Entwicklung der Erwachsenentaufen, die Mitwirkung von Laien und der Einsatz in sozialen Medien.

Deutlich positionierten sich die Bischöfe zum politischen Klima im Land. Wilmer warnte mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem „Paradigmenwechsel“. Die Partei stelle die Grundwerte des gesellschaftlichen Zusammenlebens infrage und wolle „ein anderes Deutschland“, sagte der Vorsitzende zum Abschluss der Beratungen. Besonders kritisch sehen die Bischöfe, dass einige Positionen der AfD aus ihrer Sicht mit dem christlichen Glauben und dem zugrunde liegenden Gottes- und Menschenbild nicht vereinbar seien.

Der DBK-Vorsitzende stellte sich demonstrativ hinter den Magdeburger Bischof Gerhard Feige und das Bistum Magdeburg, vor allem mit Blick auf Spekulationen über mögliche Folgen einer AfD-geführten Landesregierung. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang, ob etwa der Einzug der Kirchensteuer zur Disposition stehen könnte. Die Kirche müsse „mit allem rechnen“ und stelle sich so auf, „dass wenn große Erschütterungen kommen sollten, wir gewappnet sind“, betonte Wilmer. Es dürfe nicht sein, dass ein Bistum durch politische Weichenstellungen im Nachteil sei.

Die Bischöfe sehen sich zugleich mit einem Stimmungsumschwung in Teilen ihrer eigenen Basis konfrontiert. Nach Aussage Wilm ers ist es „erschreckend“, wenn rund 30 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in Ostdeutschland die AfD wählen, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Als Antwort auf wachsenden Antisemitismus und gesellschaftliche Polarisierung verweist die Bischofskonferenz auf die jüdisch-christliche Tradition, auf Menschenwürde und Solidarität. Auftrag der Kirche sei es, mit den Menschen zu reden, ihnen zuzuhören und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Neben der politischen Lage blieb die Kirche bei der Vollversammlung auch mit eigenen Reform- und Krisenthemen befasst. Die Bischöfe berieten über weitere Schritte bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und diskutierten, wie Laien stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Zudem rückten neue Handlungsfelder in den Blick: Die wachsende Bedeutung von Social Media und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Pastoral und Verwaltung werfen für die Kirche Fragen nach Verantwortung, Transparenz und ethischen Leitplanken auf. Die Beschlüsse und Leitlinien der Konferenz sollen in den kommenden Monaten in den Diözesen konkretisiert werden.