BARCELONA, Spanien, 16. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Der HOWS Barcelona – Housing World Summit, der neue internationale Kongress für urbanes und bezahlbares Wohnen, der vom Stadtrat von Barcelona veranstaltet und gefördert und von der Fira de Barcelona organisiert wird, bringt vom 3. bis 5. November an der Gran Via, parallel zum Smart City Expo World Congress, Regierungen, Städte, Immobilienentwickler, Organisationen des dritten Sektors, Hochschulen und Institutionen zusammen.

Der Gipfel findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem das Thema Wohnen zu einer der zentralen Herausforderungen unserer Städte geworden ist: Laut UN-Habitat leben weltweit über 300 Millionen Menschen ohne Obdach und 3 Milliarden in unzureichenden Wohnverhältnissen.
Die Geschäftsführerin der Agentur, Anacláudia Rossbach, wird eine der Hauptrednerinnen bei HOWS Barcelona sein. Rossbach verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung in der Wohnungs- und Stadtpolitik, mit einem besonderen Schwerpunkt auf informellen Siedlungen und sozialem Wohnungsbau. Sie wird begleitet von Anne Hidalgo, der ersten gewählten Bürgermeisterin von Paris und globalen Botschafterin des Globalen Pakts der Bürgermeister für Klima und Energie, die sich für eine Agenda einsetzt, die bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum umfasst, sowie von Anna Minton, Autorin von Big Capital: Who Is London For? und Reader in Architecture an der University of East London, deren Arbeit sich auf die Finanzialisierung von Land, Immobilien und Wohnraum konzentriert. An dem Gipfel werden auch Carme Arcarazo, Sprecherin des Sindicat de Llogateres, und Jordi Galvez, Präsident der Federació de Cooperatives d'Habitatge de Catalunya, teilnehmen.
Der Bürgermeister von Barcelona, Jaume Collboni, wird den Runden Tisch der Bürgermeister zum Thema Wohnen ausrichten, bei dem das Recht auf Verbleib und die weltweit umgesetzten politischen Maßnahmen erörtert werden. Die Bürgermeister von Mailand, Giuseppe Sala; Budapest, Gergely Karácsony; Athen, Haris Doukas; und Atlanta, Andre Dickens, werden teilnehmen, ebenso wie Eamon Ryan, Präsident des Wohnungsbeirats der Europäischen Kommission. Darüber hinaus findet im Rahmen der Veranstaltung das Treffen der Wohnungsbaubürgermeister statt, eine nicht-öffentliche Arbeitssitzung, die Bürgermeister und hochrangige Vertreter der Wohnungsbaubehörden aus internationalen Städten zusammenbringt.
Fünf Säulen für eine gemeinsame Herausforderung
Das Kongressprogramm ist um fünf Hauptthemen herum strukturiert – Stadtplanung und Bodenpolitik, Wohnungsbauregulierung, Sozialer und bezahlbarer Wohnraum, Gebäudeinnovation sowie Renovierung, Umbau und Wiederverwendung. Die dreitägigen Sitzungen werden von der Verfügbarkeit von Bauland und der Regulierung eines durch Tourismus und Spekulation belasteten Mietmarktes bis hin zu genossenschaftlichen Wohnmodellen, neuen Finanzierungsmodellen, industriellem Bauen und der Sanierung des bestehenden Bestands reichen, mit dem Ziel, konkrete Wege für zugänglichere Städte zu finden.

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Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusspressekonferenz endet an diesem Donnerstag in Fulda die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Unter der Leitung ihres neuen Vorsitzenden, des Münsteraner Bischofs Heiner Wilmer, haben die katholischen Bischöfe seit Montag eine Vielzahl gesellschafts- und kirchenpolitischer Themen beraten. Auf der Agenda standen Fragen der demokratischen Kultur in Deutschland, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, ethische Konfliktfelder wie Leihmutterschaft sowie der Umgang mit neuer Technologie wie Künstlicher Intelligenz. Hinzu kamen innerkirchliche Schwerpunkte wie die Entwicklung der Erwachsenentaufen, die Mitwirkung von Laien und der Einsatz in sozialen Medien.
Deutlich positionierten sich die Bischöfe zum politischen Klima im Land. Wilmer warnte mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem „Paradigmenwechsel“. Die Partei stelle die Grundwerte des gesellschaftlichen Zusammenlebens infrage und wolle „ein anderes Deutschland“, sagte der Vorsitzende zum Abschluss der Beratungen. Besonders kritisch sehen die Bischöfe, dass einige Positionen der AfD aus ihrer Sicht mit dem christlichen Glauben und dem zugrunde liegenden Gottes- und Menschenbild nicht vereinbar seien.
Der DBK-Vorsitzende stellte sich demonstrativ hinter den Magdeburger Bischof Gerhard Feige und das Bistum Magdeburg, vor allem mit Blick auf Spekulationen über mögliche Folgen einer AfD-geführten Landesregierung. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang, ob etwa der Einzug der Kirchensteuer zur Disposition stehen könnte. Die Kirche müsse „mit allem rechnen“ und stelle sich so auf, „dass wenn große Erschütterungen kommen sollten, wir gewappnet sind“, betonte Wilmer. Es dürfe nicht sein, dass ein Bistum durch politische Weichenstellungen im Nachteil sei.
Die Bischöfe sehen sich zugleich mit einem Stimmungsumschwung in Teilen ihrer eigenen Basis konfrontiert. Nach Aussage Wilm ers ist es „erschreckend“, wenn rund 30 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in Ostdeutschland die AfD wählen, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Als Antwort auf wachsenden Antisemitismus und gesellschaftliche Polarisierung verweist die Bischofskonferenz auf die jüdisch-christliche Tradition, auf Menschenwürde und Solidarität. Auftrag der Kirche sei es, mit den Menschen zu reden, ihnen zuzuhören und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Neben der politischen Lage blieb die Kirche bei der Vollversammlung auch mit eigenen Reform- und Krisenthemen befasst. Die Bischöfe berieten über weitere Schritte bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und diskutierten, wie Laien stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Zudem rückten neue Handlungsfelder in den Blick: Die wachsende Bedeutung von Social Media und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Pastoral und Verwaltung werfen für die Kirche Fragen nach Verantwortung, Transparenz und ethischen Leitplanken auf. Die Beschlüsse und Leitlinien der Konferenz sollen in den kommenden Monaten in den Diözesen konkretisiert werden.