LONDON, 5. September 2026 /PRNewswire/ -- A&S Resources Limited hat sich die Finanzierung für seine Eisenbahnstrecke gesichert, die seine Mineralvorkommen in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) über Kamerun mit den internationalen Exportmärkten verbindet, und damit einen bedeutenden Schritt zur Erschließung einer der weltweit größten unerschlossenen Reserven an hochgradigem Eisenerz getan.
Die rund 1350 km lange Eisenbahnstrecke wird von der Export-Import Bank of India (EXIM Bank) finanziert und wird den Binnenstaat Zentralafrikanische Republik mit dem Tiefwasserhafen von Kribi in Kamerun verbinden.
Das CAR-Projekt von A&S Resources steht in Verbindung mit dem, was Geologen als eine der weltweit größten magnetischen Anomalien bezeichnen – das Ressourcenpotenzial übersteigt 20 Milliarden Tonnen überwiegend hochgradigen Eisenerzes mit einem geschätzten Bruttowert in situ von rund 2,5 Billionen US-Dollar. Neben Eisenerz verfügt A&S Resources in der Region auch über kritische Mineralien, Seltenerdelemente, Kupfer und andere strategische Rohstoffe.
Die Eisenbahnstrecke wird über Kribi einen direkten Transportweg für diese Rohstoffe zu den globalen Märkten schaffen und damit eines der wichtigsten infrastrukturellen Hindernisse für die Erschließung von Bodenschätzen im Binnenstaat Zentralafrikanische Republik beseitigen. Die Eisenbahnstrecke ist eine zweigleisige Schwerlaststrecke mit einer Kapazität von 250 000 Tonnen Fracht pro Tag, wobei die Kapazität auf 300 000 Tonnen erhöht werden kann. Die neue Infrastruktur birgt zudem das Potenzial, das Wirtschaftswachstum in der Zentralafrikanischen Republik und in Kamerun insgesamt anzukurbeln, indem sie Arbeitsplätze, die Entwicklung von Qualifikationen, Investitionen sowie den Handel fördert und Möglichkeiten für eine umfassendere industrielle sowie landwirtschaftliche Entwicklung schafft.
Die Finanzierung knüpft an die bereits Anfang dieses Jahres bekannt gegebenen Fortschritte an, als A&S Resources strategische Vereinbarungen in den Bereichen Minenerschließung, Eisenbahnbau, Exportlogistik und langfristige Abnahmevereinbarungen unterzeichnete. Topografische und technische Untersuchungen an der Eisenbahnstrecke hatten bereits begonnen, wobei die betriebliche Mobilisierung für Ende 2026 geplant ist.
Der Bau der Eisenbahnstrecke erfolgt in Zusammenarbeit mit China Railway Sixth Group Co., Ltd (CRSG), einer Tochtergesellschaft der China Railway Group Limited, die in ganz Afrika bereits Eisenbahnprojekte mit einer Gesamtlänge von mehr als 6200 km realisiert hat.
Weitere Informationen finden Sie auf aandsresources.com
Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.
Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.
Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.
Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.
In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.