US-Präsident Donald Trump hat sich in einem seltenen persönlichen Treffen mit einem ranghohen Militärchef über das weitere Vorgehen im Iran-Krieg beraten lassen. Das Treffen fand am Donnerstag im Weißen Haus statt, wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf US-Beamte berichtet. Im Zentrum der Gespräche standen die strategischen Möglichkeiten der Vereinigten Staaten in der Region.
Admiral Brad Cooper, der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (CENTCOM), legte dem Präsidenten dabei verschiedene militärische Optionen im Iran dar. Dieses Treffen verdeutlicht das Bestreben der US-Regierung, die verfügbaren militärischen Instrumente genau zu analysieren. Die Beratung diente dazu, die operative Lage und die möglichen Reaktionswege detailliert zu bewerten.
Hintergrund der aktuellen Zurückhaltung ist der Zeitplan der US-Politik, insbesondere die bevorstehenden Zwischenwahlen. Berichten zufolge möchte Trump vor diesen Wahlen eine neue Eskalation im Iran-Krieg vermeiden. Die politische Stabilität im Inland hat derzeit eine hohe Priorität für die Administration.
Dennoch bereitet der US-Präsident die Zeit nach den Wahlen vor und lotet derzeit die verschiedenen Optionen aus. Es geht darum, festzulegen, welche Schritte nach dem Wahltermin in Betracht gezogen werden können. Damit signalisiert das Weiße Haus, dass die strategische Planung für den Konflikt mit dem Iran kontinuierlich fortgesetzt wird.

