Neues Polizeipräsidium Münster: Start des Hochbaus im Sommer, Abschluss bis Oktober 2029

07.04.2026


Implenia hat in Deutschland einen Grossauftrag an Land gezogen: Der Schweizer Bau- und Immobiliendienstleister errichtet als Generalunternehmer das neue Polizeipräsidium in Münster. Das Auftragsvolumen liegt den Angaben zufolge bei mehr als 200 Millionen Euro. Auftraggeber ist die Projektgesellschaft PPMS Immobilien GmbH & Co. KG, die den Zuschlag im Anschluss an eine zuvor gemeinsam durchgeführte Pre-Construction-Phase erteilte.

Der Neubau in Münster, Nordrhein-Westfalen, ist als schlüsselfertiges Projekt ausgelegt und folgt der Konzernstrategie, sich auf grosse, komplexe und spezialisierte Immobilienvorhaben zu konzentrieren. Nachdem Implenia die Baugrube bereits vorab erstellt hat, soll der Hochbau im Sommer dieses Jahres starten. Die Fertigstellung des Gebäudes ist derzeit bis voraussichtlich Oktober 2029 geplant.

Mit dem Projekt reagiert das Land auf den dringenden Bedarf der Polizei Münster nach zusätzlichen Flächen und einer modernen Infrastruktur. Das neue Präsidium soll kurze Wege und New-Work-Konzepte ermöglichen. Die CM Immobilien Entwicklung GmbH in Münster hat für die Projektgesellschaft einen Mietvertrag mit der Polizei abgeschlossen und bereitet damit die spätere Nutzung des Gebäudes durch mehr als 1.400 Mitarbeitende vor.

Geplant ist ein drei- bis sechsgeschossiges Funktions- und Verwaltungsgebäude, das nahezu alle bisherigen Dienststellen der Polizei Münster unter einem Dach zusammenführt. Der Komplex soll Büro- und Laborarbeitsplätze, eine Wache, eine Kantine, Ausbildungs- und Trainingsbereiche, Gewahrsamsräume sowie eine Tiefgarage umfassen. Implenia übernimmt dabei unter anderem eine durchgängige BIM-Planung des Gebäudes und setzt nach Unternehmensangaben bereits ab der Angebotsphase auf Lean-Management-Methoden, um die Realisierung des langfristig angelegten Projekts zu steuern.

Mecklenburg-Vorpommern bereitet Hubschraubereinsatz gegen Eichenprozessionsspinner vor

07.04.2026


Im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns soll der Eichenprozessionsspinner in diesem Jahr erneut aus der Luft bekämpft werden. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim kündigte an, entlang ausgewählter Straßenabschnitte per Hubschrauber ein spezielles Biozid auszubringen. Die Planungen für den Einsatz seien weit fortgeschritten und sollen in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Je nach Wetterlage ist der Flugtermin für Mitte bis Ende Mai vorgesehen, nachdem ein vergleichbarer Einsatz zuletzt im Jahr 2023 stattgefunden hatte.

Hintergrund sind die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr, als sich die Raupen des Schmetterlings unerwartet stark ausbreiteten und die Behörden nach eigenen Angaben ein bislang in Mecklenburg-Vorpommern nicht dokumentiertes Befallsniveau registrierten. Besonders betroffen war erneut der Landkreis Ludwigslust-Parchim. Zu einer Bekämpfung aus der Luft kam es 2024 nicht mehr, weil die Raupen zu diesem Zeitpunkt bereits verpuppt waren und den Wirkstoff nicht mehr aufgenommen hätten.

Die mikroskopisch kleinen Brennhaare der Eichenprozessionsspinner-Raupen gelten als potenziell gesundheitsgefährdend. Beim Menschen können sie stark juckende allergische Hautreaktionen, Entzündungen an den Augen und Reizungen der oberen Atemwege auslösen. Behörden warnen daher ausdrücklich davor, die Raupen oder ihre Nester zu berühren. Ein Kontakt mit den Härchen ist allerdings auch indirekt möglich, etwa durch Luftverwehungen, was den Handlungsdruck auf die Kommunen erhöht.

Die nun vorgesehenen Behandlungsabschnitte an Alleen, Straßen und Wegen werden auf Basis der Überwachung des vergangenen Jahres ausgewählt. Landkreis und Landesamt für Gesundheit und Soziales erfassen dafür jährlich an rund 150 Straßenabschnitten die Zahl der Nester in jeweils 20 Eichen; ergänzende Hinweise kommen von Straßenmeistereien und Gemeinden. Zusätzlich fließt ein, in welchem Ausmaß Anwohnerinnen und Anwohner voraussichtlich betroffen sein könnten. Für die Dauer der Flüge müssen die betroffenen Straßenabschnitte kurzfristig gesperrt werden. Nach Angaben des Landkreises soll dabei ein biologisches Biozid zum Einsatz kommen.