Adidas kündigt Kapitalrückflüsse an Aktionäre für kommende Jahre an

10.03.2026


Der Sportartikelhersteller Adidas hat am Mittwoch in Herzogenaurach seine mittelfristigen Ziele bis 2028 vorgestellt und sieht sich trotz konjunktureller und geopolitischer Turbulenzen für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Das Unternehmen strebt weitere Zuwächse bei Umsatz und Gewinn an. Für das laufende Jahr erwartet Adidas einen währungsbereinigten Umsatzanstieg im hohen einstelligen Prozentbereich, was in absoluten Zahlen einem Plus von zwei Milliarden Euro entspräche. Im Jahr 2025 waren die Erlöse der Marke Adidas währungsbereinigt bereits um 13 Prozent auf einen Rekordwert von 24,8 Milliarden Euro gestiegen.

Das Betriebsergebnis soll sich im laufenden Jahr von knapp 2,1 Milliarden auf rund 2,3 Milliarden Euro verbessern. Diese Prognose liegt jedoch unter den Erwartungen der Analysten, die einen Konsens von etwa 2,7 Milliarden Euro hatten. Das Unternehmen führt an, dass Zölle und Währungseffekte den Gewinn mit 400 Millionen Euro belasten dürften. Am Aktienmarkt kam die Prognose im frühen Handel nicht gut an; die im Dax notierte Aktie fiel zum Auftakt um fast sechs Prozent.

Für die Zeit bis 2028 setzte sich Adidas weitere Ziele. Der Umsatz soll pro Jahr währungsbereinigt ebenfalls im hohen einstelligen Prozentbereich steigen, während sich das Betriebsergebnis im Schnitt im mittleren Zehner-Prozentbereich pro Jahr verbessern soll. Zudem strebt das Unternehmen an, bis 2028 eine operative Marge von über zehn Prozent zu erreichen, nach 8,3 Prozent im vergangenen Jahr. Vorstandschef Björn Gulden, dessen Vertrag bis Ende 2030 verlängert wurde, erklärte, man werde sich weiter darauf konzentrieren, konsumentenorientiert zu sein und die Komplexität des Unternehmens zu reduzieren.

Aktionäre können sich über höhere Kapitalrückflüsse freuen. Adidas kündigte an, die Dividende für 2025 deutlich zu erhöhen, und plant für 2027 und 2028 jeweils Aktienrückkäufe im Wert von bis zu einer Milliarde Euro, sofern die Bedingungen es zulassen. Für das laufende Jahr hat Adidas bereits ein Rückkaufprogramm in dieser Höhe angekündigt. Das Unternehmen geht von einem starken strukturellen Wachstum der Sportartikelbranche aus und verweist auf erfolgreiche Retro-Produkte wie Samba und Gazelle sowie auf erwartete Impulse durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika.

Nach enttäuschendem Wachstum stärkt Henkel Profitabilität und Dividende

14.03.2026


Henkel hat ein weiteres Jahr in einem schwierigen konjunkturellen und geopolitischen Umfeld mit robusten, aber beim Wachstum eher verhaltenen Zahlen abgeschlossen. Der Konzern erzielte einen Umsatz von rund 20,5 Milliarden Euro, belastet durch deutlich negative Wechselkurseffekte. Organisch – also bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte – legte der DAX-Konzern um 0,9 Prozent zu und blieb damit unter den Prognosen des Managements und den Erwartungen der Analysten, die mit 1,1 Prozent gerechnet hatten.

Bei der Profitabilität konnte Henkel dagegen zulegen. Das bereinigte betriebliche Ergebnis (EBIT) lag bei rund 3,0 Milliarden Euro. Die bereinigte EBIT-Marge stieg auf 14,8 Prozent und damit um 50 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr, womit der vom Unternehmen angepeilte Korridor von 14,5 bis 15,5 Prozent erreicht wurde. Das Ergebnis je Vorzugsaktie erhöhte sich währungsbereinigt um 4,7 Prozent auf 5,33 Euro. Der Free Cashflow belief sich auf rund 1,9 Milliarden Euro, und der Vorstand schlägt eine Dividendenerhöhung um 1,5 Prozent auf 2,07 Euro je Vorzugsaktie vor.

In den Sparten zeigte sich ein gemischtes Bild. Das Klebstoffgeschäft Adhesives Technologies wuchs organisch um 1,5 Prozent und blieb damit über dem Konzernschnitt, während das Konsumentengeschäft – gebündelt in der Einheit Consumer Brands mit Marken wie Persil, Pril und Pritt – nur um 0,3 Prozent zulegte. Im Schlussquartal kehrte sich dieses Muster um: Consumer Brands verzeichnete ein organisches Wachstum von 4,1 Prozent, Adhesives kam auf 0,9 Prozent, der Konzern insgesamt auf 2,3 Prozent – auch hier blieb Henkel hinter den Erwartungen des Marktes zurück. Auf Ergebnisebene lag die bereinigte operative Marge von Adhesives mit 16,7 Prozent über dem Konzerndurchschnitt, Consumer Brands kam auf 14,5 Prozent.

Strategisch treibt Henkel seine Wachstumsagenda weiter voran. Der Zusammenschluss der Konsumentengeschäfte wurde schneller als geplant abgeschlossen und soll Effizienzgewinne heben. Jüngste Zukäufe in beiden Unternehmensbereichen sollen das Wachstumspotenzial erhöhen. Für das laufende Jahr stellt der Konzern weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum in Aussicht. Auf organischer Basis peilt Henkel eine Erlössteigerung im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich an; das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie soll bei konstanten Wechselkursen im niedrigen bis hoch einstelligen Prozentbereich zulegen. Damit setzt das Management nach einem von Währungseffekten und verhaltenem Volumenwachstum geprägten Jahr klar auf mehr Effizienz, Innovationen und eine stärkere Ertragskraft.